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Tabuthemen im Focus

28.05.2001
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PHARMACON MERAN

Tabuthemen im Focus

von Ulrich Brunner, Brigitte M. Gensthaler und Hartmut Morck, Meran

Erkrankungen "unter der Gürtellinie" sind für viele Betroffene so peinlich, dass sie darüber nicht sprechen und ihr Schicksal still ertragen. Etliche dieser Tabuthemen griff der 39. Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer vom 20. bis 25. Mai in Meran mit großem Erfolg auf. 

Dass es durchaus vielfältige Möglichkeiten, solche Leiden zu lindern oder zu heilen, erfuhren die Apothekerinnen und Apotheker in zahlreichen Referaten rund um das Schwerpunktthema "Erkrankungen des Urogenitaltraktes".

Tabuthemen erfordern eine einfühlsame, diskrete und kompetente Beratung. Apotheker sind oft die ersten, mitunter auch die einzigen Ansprechpartner für Menschen, die an Prostataerkrankungen, Harnwegsinfektionen, Inkontinenz oder erektiler Dysfunktion leiden. Ihre Aufgabe ist nicht nur die Beratung und Betreuung, sondern zur rechten Zeit auch der dringliche Hinweis, dass der Betroffene den Arzt zur Abklärung seiner Beschwerden aufsuchen muss. Männer mit Prostatakarzinom oder Patienten diabetischer Nephropathie müssen ebenfalls kompetent in ihrer Therapie begleitet werden.

Der Apotheker als Arzneimittelfachmann kann dabei sein Wissen über Phytopharmaka und synthetische Wirkstoffe sowie die passenden Darreichungsformen einbringen. In den Vorträgen und Seminare in Meran konnten sich die Kongressbesucher mit dem notwendigen Rüstzeug für ihre tägliche Arbeit in der Offizin versorgen.

Auf überaus großes Interesse stieß ein nicht minder heikles Thema: Am Mittwoch Nachmittag referierten ein Naturwissenschaftler und ein Theologe über die Forschung an und mit embryonalen Stammzellen. Mit ihren fundierten Vorträgen stießen sie eine Diskussion an, die viele Zuhörer noch lange nach dem abendlichen Schlussgong bewegte. Den letzten Teil unseres Kongressberichts lesen Sie in PZ 23. Top

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