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Pharmazieticker

11.12.2000
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Aus für Alosetron

PZ. Knapp ein Jahr nach der Einführung hat Glaxo Wellcome den selektiven Serotonin-Antagonisten Alosetron (Handelsname Letronex®) vom US-amerikanischen Markt genommen. Das Präparat, das zur Behandlung des Reizdarm-Syndroms bei Frauen zugelassen ist, steht laut FDA im Verdacht, vermehrt zu gastrointestinalen Nebenwirkungen zu führen. Zunächst habe man der Zulassungsbehörde vorgeschlagen, die Patienten umfassender über mögliche Nebenwirkungen aufzuklären. Die FDA hielt dies Maßnahmen jedoch nicht für ausreichend, meldet Glaxo. Daher sei man der Aufforderung der Behörde nachgekommen und habe Alosetron sofort vom Markt genommen. Glaxo hat bereits in 30 weiteren Staaten, darunter auch Deutschland, die Zulassung beantragt. Jetzt denkt der Konzern darüber nach, Anträge wieder zurückzunehmen.

Neuer Pen kommt später

PZ. Novo Nordisk wird seinen neuen Insulinpen InnoLet® erst im Frühjahr 2001 in Deutschland einführen. Man habe den Vertriebsstart verschoben, um von Anfang an eine kontinuierliche Versorgung sicherzustellen, meldet das Unternehmen. Der neue Pen mit extra großem Dosierknopf und gut ablesbarem Display wurde speziell für ältere sehbehinderte Patienten entwickelt.

Grippeschutz via Nase

PZ. Schweizer können sich seit November auch mit einem Nasenspray gegen Grippe impfen. Das Präparat mit dem Handelsnamen Nasalflu wurde vom Schweizer Serum- und Impfinstitut in Bern entwickelt und ist weltweit der erste verfügbare nasale Impfstoff gegen das Grippevirus. Nasalflu enthalte neben inaktivierten Influenzaviren auch ein Protein aus dem Bakterium E. coli, das die Immunantwort direkt in der Nase ankurbeln soll, berichtet die Fachzeitung Scrip. Eine Packung Nasalflu enthält zwei Sprays, die insgesamt für je zwei Hübe pro Nasenloch reichen. Die Impfung per Nase muss nach einer Woche wiederholt werden. Inzwischen hat das Schweizer Unternehmen auch in Deutschland die Zulassung beantragt. Top

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