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Pharmazieticker - Archiv

05.11.2001
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Pharmazieticker

Alendronat wöchentlich

Neun von zehn Osteoporose-Patientinnen ziehen die einmal wöchentliche Einnahme von 70 mg Alendronat (Fosamax® einmal wöchentlich 70 mg) der täglichen Applikation von 10 mg vor. Dies hat eine Studie des New Mexico Clinical Research & Osteoporosis Center in Albuquerque, New Mexico, ergeben, die auf der 23. Jahrestagung der American Society for Bone and Mineral Research in Phoenix, Arizona, vorgestellt wurde. In Deutschland ist das Präparat seit 1. Juli auf dem Markt. 89 Prozent der menopausalen Frauen, die beide Einnahmeformen kannten, fanden die wöchentliche Einnahme einfacher und bequemer, berichtet er Hersteller MSD Sharp & Dohme. Eine zweite Studie, die ebenfalls auf der Tagung vorgestellt wurde, hatte die gute Verträglichkeit der 70-mg-Wochendosis gezeigt. Gastrointestinale Nebenwirkungen wie Übelkeit, Dyspepsie und Erbrechen traten in der Untersuchungsgruppe in gleichem Maß auf wie in der Placebogruppe. PZ

Graduiertenkolleg

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat die Einrichtung des Graduiertenkollegs "Medizinische Chemie: Molekulare Erkennung - Ligand-Rezeptor-Wechselwirkung" (GRK 760) an der Universität Regensburg mit einem Finanzrahmen von 1,7 Millionen DM für zunächst drei Jahre bewilligt. Das interdisziplinäre GRK wird im April 2002 an den Start gehen und Absolventen verschiedener naturwissenschaftlicher Studiengänge vor allem der Chemie, Pharmazie und Biologie die Möglichkeit zur Promotion bieten. Der fachübergreifende Schwerpunkt "Medizinische Chemie" wird durch das Graduiertenkolleg weiter ausgebaut und verstärkt, teilt die Universität Regensburg mit. PZ

Robert-Koch-Preis

Der Biochemiker Professor Dr. Axel Ullrich vom Max-Planck-Institut in Martinsried bei München hat den Robert-Koch-Preis 2001 für seine Arbeiten erhalten, die zur Entwicklung von Trastuzumab (Herceptin®) führten. Der seit Ende 2000 in Deutschland zugelassene monoklonale Antikörper der Firma Roche ist das erste Medikament auf dem Markt, das spezifisch nur bei Brustkrebs mit einer speziellen Erbgutveränderung wirkt. Trastuzumab eignet sich bei Patientinnen, deren metastasierende Tumoren den humanen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor 2 überexprimieren.dpa

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