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Pharmazieticker - Archiv

13.08.2001  00:00 Uhr

Pharmazieticker

Olanzapin intramuskulär

Olanzapin (Zyprexa®) steht neben der Film- und Schmelztablette in Kürze auch zur intramuskulären Injektion zur Verfügung. Die europäische Arzneimittelbehörde habe die neue Darreichungsform kürzlich zur Akuttherapie der Schizophrenie zugelassen, meldet Hersteller Lilly. Damit stehe in Europa zum ersten Mal ein atypisches Neuroleptikum als Injektion zur Verfügung. Die Markteinführung in Deutschland plant Lilly im vierten Quartal 2001. PZ

Neue Indikation für IgG

Das intravenöse Immunglobulin G Gammagard S/D wurde nun auch zur Therapie des Guilliain-Barré-Syndroms (GBS) zugelassen. Bislang stand das Zytokin nur für Patienten mit angeborenen Immundefekten wie der Hypogammaglobulinämie und in der Transplantationsmedizin zur Verfügung. Die Gabe des Immunglobulins sei nicht so aufwändig und führe zu weniger Nebenwirkungen als die bisher als Standardtherapie angewandte Plasmapherese, teilt Hersteller Baxter mit. Bei GBS greifen körpereigene Abwehrzellen die isolierende Myelinschicht der peripheren Nervenzellen an. PZ

Zweites PEG-Interferon

Die Schweizer Interkantonale Kontrollstelle für Heilmittel (IKS) hat das pegylierte Interferon-a 2a von Roche zur Behandlung der chronischen Hepatitis C zugelassen. Das an Polyethylenglycol gekoppelte Interferon muss nur noch einmal in der Woche verabreicht werden. Pegasys® ist der zweite Vertreter dieser Stoffklasse. Bereits seit September 2000 ist in Europa ein pegyliertes Interferon-a 2b (PegIntron®) zur Therapie der Hepatitis C zugelassen. PZ

RhGH bei Lipodystrophie

HIV-Patienten, die unter therapiebedingter Lipodystrophie leiden, profitieren von der Gabe des rekombinanten Wachstumshormon rhGH, meldet Serono Pharma und beruft sich dabei auf die Daten klinischer Studien. Beim Lipodystrohie-Syndrom kommt es durch Störungen im Glucose- und Fettstoffwechsel zu einer Umverteilung von Lipiden im Körper. Untersuchungen hätten gezeigt, dass bei diesen Patienten die rhGH-Konzentrationen erniedrigt sind. Die exogene Zufuhr des Hormons könne helfen, übermäßige viszerale Fettansammlungen zu reduzieren, berichtet Serono. PZ

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