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Pharmazieticker - Archiv

17.03.2003
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Pharmazieticker

Infliximab bei Morbus Bechterew

Der beratende Arzneimittelausschuss (Committee for Proprietary Medical Products) bei der europäischen Behörde EMEA hat die Zulassung von Infliximab zur Behandlung des Morbus Bechterew empfohlen, meldet der Hersteller Essex Pharma. Der TNF-a-Blocker konnte in einer Studie die Krankheitssymptome der Spondylitis ankylosans, einer chronisch-entzündlichen rheumatischen Erkrankung, deutlich reduzieren. Bei mehr als der Hälfte der Patienten halbierte sich die Krankheitsaktivität; körperliche Funktionsfähigkeit und Beweglichkeit der Wirbelsäule nahmen zu. Ferner befürwortete das Komitee auch den regelmäßigen Einsatz von Infliximab bei Patienten mit schwerer Morbus-Crohn-Erkrankung. In einer Studie mit mehr als 550 Patienten kam es zu einer anhaltenden Remission, wenn das Medikament zusätzlich zur bisher üblichen Einmalgabe alle acht Wochen injiziert wurde. PZ

Atorvastatin senkt CRP-Werte

Hochsensitives C-reaktives Protein (hs-CRP) gilt als wichtiger Marker für Entzündungsprozesse, die bei einer Atherosklerose in der Gefäßwand ablaufen. In einer zweijährigen Studie mit Patienten, die an familiärer Hypercholesterolämie litten, senkten sowohl 80 mg Atorvastatin als auch 40 mg Simvastatin die hs-CRP-Spiegel signifikant, wobei Atorvastatin signifikant besser wirkte als das andere Statin. Der Effekt korrelierte mit einer Abnahme der Intima-Media-Dicke, die als Maß für die atherosklerotische Gefäßerkrankung gilt. PZ

Nebenwirkungen vermeidbar

Bei älteren Patienten im ambulanten Bereich sind Medikamentennebenwirkungen häufig und in gut einem Viertel der Fälle potenziell vermeidbar. Zu diesem Schluss kommt eine Kohortenstudie mit über 65-jährigen Menschen. Ausgewertet wurden rund 30.000 Patientenjahre (Gurwitz, J. H., et al., J. Am. Med. Assoc. 289 (2003) 1107 - 1116). Vermeidbare Nebenwirkungen stellten die Autoren am häufigsten fest bei kardiovaskulären Medikamenten, Diuretika, Nicht-Opioid-Analgetika, Antidiabetika und Antikoagulantien. Die meisten Fehler passierten bei der Verordnung und dem Monitoring der Therapie. PZ Top

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