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Pharmazieticker - Archiv

23.02.2004
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Pharmazieticker

COX-2-Hemmer beim Glaukom

Die Forschergruppe um Professor Dr. Gerhard Klebe von der Philipps-Universität in Marburg könnte ein neues Indikationsgebiet für COX-2-Hemmer erschlossen haben. Ausgehend von der Überlegung, dass Celecoxib und Valdecoxib – im Gegensatz zu Rofecoxib – eine Arylsulfonamid-Gruppe besitzen, die typisch für Carboanhydrasehemmer ist, untersuchten sie die Effekte der beiden Coxibe auf das Enzym Carboanhydrase. Dabei konnten die Wissenschaftler mit Hilfe von enzymkinetischen und kristallographischen Methoden nachweisen, dass Celecoxib und Valdecoxib eine Affinität für die Isoenzyme I, II, IV und IX der Carboanhydrase aufwiesen. Rofecoxib dagegen zeigte dagegen keinen Effekt. Dabei scheint die hemmende Wirkung über die Bindung der Sulfonamid-Gruppe an das katalytische Zentrum der Carboanhydrase (Zink) zustande zu kommen. In Tierversuchen mit Ratten, die an einem Glaukom litten, konnte mit der Gabe von Celecoxib und Valdocib der Augeninnendruck verringert werden. Diese beiden COX-2-Hemmer könnten insofern zukünftig bei der Behandlung des Glaukoms eine Rolle spielen. PZ

Diabetes bald heilbar

Ein Forscherteam der Technischen Universität (TU) Dresden hat den Einfluss eines Proteins auf die körpereigene Insulinbildung nachgewiesen. Ein Medikament, das dieses Protein aktiviert, könnte eine Therapieoption beim Typ-2-Diabetes sein. Die Wirkung des Proteins PTB wurde an der Bauchspeicheldrüse von Ratten nachgewiesen. Das Eiweiß reguliert die Produktion und Ausschüttung des Insulins in der Drüse. Die Wissenschaftler stellten auch den entgegengesetzten Prozess fest: Eine verminderte PTB-Aktivität senkt die Ausschüttung von Insulin. Die Forscher um den aus Italien stammenden Diabetologen Professor Dr. Michele Solimena hoffen, mit dem Protein den Schlüssel für die Behandlung von Diabetes gefunden zu haben. dpa Top

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