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Pharmazieticker - Archiv

03.01.2005
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Pharmazieticker

Beschränkungen für Celecoxib

Celecoxib (Celebrex®) soll nach Empfehlungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nur noch eingeschränkt verschrieben werden. Das BfArM halte es beim jetzigen Kenntnisstand für nicht mehr vertretbar, Patienten mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einem Herzinfarkt und Schlaganfall in der Vorgeschichte mit Celecoxib zu behandeln. US-Gesundheitsbehörden hatten bei einer Studie zu Celecoxib des US-Konzerns Pfizer ein 2,5fach erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie etwa Herzinfarkt oder Schlaganfall entdeckt, einschließlich solcher mit tödlichem Ausgang. Pfizer kündigte an, die Werbung für Celebrex mit sofortiger Wirkung zu stoppen. dpa

Zulassung für Aids-Kombi

Die europäischen Arzneimittelbehörde EMEA hat sich dafür ausgesprochen, eine Fixkombination der Therapeutika Viread® und Emtriva® gegen das HI-Virus in den 25 Ländern der Europäischen Union zuzulassen. Damit wird Truvada™ voraussichtlich in wenigen Monaten auch in Deutschland auf dem Markt sein. Das Kombipräparat enthält 300 mg Tenofovir-Disoproxilfumarat und 200 mg Emtricitabin pro Tablette und muss nur einmal täglich eingenommen werden. PZ

FDA warnt vor Naproxen

Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat vor einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Einnahme größerer Mengen des Schmerzmittels Naproxen gewarnt. Patienten sollten es nicht länger als zehn Tage ohne ärztlichen Rat einnehmen. Zudem sollten sie nicht mehr als zweimal täglich 220 Milligramm des Wirkstoffs schlucken. Die US-Behörde beruft sich auf vorläufige Ergebnisse einer Studie zur Alzheimer-Krankheit. Es gebe Hinweise, dass Probanden, die Naproxen bekamen, ein leicht erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatten. dpa Top

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