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14.02.2000
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Tamol hemmt die Ausschüttung
von Histamin

PZ-Artikel

Der synthetische Gerbstoff Tamol hemmt in vitro die Ausschüttung von Histamin aus Mastzellen. Das meldet der Hersteller Galderma unter Berufung auf eine im Wissenschaftsmagazin "Allergy" erschienene Studie von Wissenschaftlern aus der Hautklinik der Humboldt-Universität Berlin.

Tamol (Phenolsulfonsäure-Phenol-Harnstoff-Methanal-Kondensat, Natriumsalz, zum Beispiel in Tannolact*) entfalte seine Wirkung dosisabhängig und hemme Mastzellen stärker als gleiche Konzentrationen von Dexamethason. Die Wissenschaftler verwendeten für ihre Experimente Mastzellen aus gesunder menschlicher Brusthaut und regten diese mit IgE zur Histaminausschüttung an. "Tamol reduziert die freigesetzte Histaminmenge um bis zu 40 Prozent im Vergleich zu unbehandelten Zellen", berichtete Professor Dr. Ulrich Mrowietz von der Universitätshautklinik Kiel. Allerdings mussten die Zellkulturen mit dem Gerbstoff vorbehandelt werden. Nach Angaben von Galderma liefert die Studie eine Erklärung für die Juckreiz-stillende Wirkung von Tamol.

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