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Montelukast bei Heuschnupfen

16.07.2001  00:00 Uhr

Montelukast bei Heuschnupfen

PZ  Der Leukotrienantagonist Montelukast hilft nicht nur Patienten mit allergischem Asthma, sondern lindert auch die Beschwerden einer allergischen Rhinitis. Dafür sprechen zumindest Studiendaten, die Forscher kürzlich auf einem Immunologie-Kongress in Berlin präsentierten.

In der randomisierten doppelblinden Multicenterstudie erhielten 1302 Patienten mit saisonaler allergischer Rhinitis über zwei Wochen einmal täglich entweder 10 mg Montelukast, 10 mg des Antihistaminikums Loratadin oder Placebo. Die typischen Allergie-Symptome wie verstopfte Nase und Einschlafstörungen ermittelten die Wissenschaftler anhand einer Skala. Die Beschwerden hätten sich unter Montelukast signifikant gebessert, berichtet der Hersteller MSD. Die Forscher beobachteten zudem, dass die Zahl der eosinophilen Granulozyten im Blut unter Montelukast signifikant sank. Loratadin sei dagegen Placebo nicht überlegen gewesen.

Die Studienergebnisse unterstützen die Hypothese, dass Leukotriene als Entzündungsmediatoren nicht nur bei allergischem Asthma sondern auch Rhinitis eine Rolle spielen. Die Forscher appellierten daher auch Patienten mit allergischer Rhinitis auf Asthma zu untersuchen.

Der Leukotrienantagonist Montelukast (Singulair®) ist seit 1997 bei allergischem Asthma bronchiale zugelassen.

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