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Pharmazie 6

20.08.2001
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PHARMAZIE
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PHARMACON

Ein abwechslungsreiches Kongressprogramm

 

PZ  Wie die Speisekarte eines Gourmet-Restaurants lesen sich die Schwerpunktthemen der internationalen Fortbildungswoche für praktische und wissenschaftliche Pharmazie in Palma auf Mallorca. Ob Schmerztherapie, Hauterkrankungen, gentechnisch hergestellte Arzneimittel oder Reisemedizin, an innovativen Themen fehlt es nicht. Redner wie Moderatoren gehören ausnahmslos zu den Experten auf ihrem Fachgebiet und die Konzeption des Kongresses verspricht ein ausgesprochen interessante, informative und kurzweilige Fortbildungswoche.

Zustände wie im Mittelalter lassen Deutschland in Punkto Schmerztherapie auf das Niveau eines Entwicklungslandes sinken, wenn man physiologische und pathophysiologische Kenntnisse um die Schmerzentstehung sowie die pharmakologischen Ansatzpunkte zur Intervention mit der tatsächlich umgesetzten Therapie als Bewertungskriterium heranzieht. Hauptursachen für diese "Seuche des 21. Jahrhunderts" sind unter anderem der Mangel an Schmerztherapeuten, Vorurteile gegenüber den zur Verfügung stehenden Analgetika, und mangelndes Bewusstsein für das erhebliche Chronifizierungspotenzial länger andauernder Schmerzen.

Berücksichtigt man, dass etwa 70 Prozent der Schmerzpatienten nicht rezeptpflichtige Analgetika einsetzen, liegt es auf der Hand, dass Apotheker als erste Ansprechpartner einen entscheidenden Beitrag zur Besserung der Situation leisten können. Ausgehend von einer qualifizierten Beratung bei rezeptfreien Schmerzmitteln kann der Apotheker mit therapiebegleitenden Maßnahmen den Patienten die Angst vor stärker wirksamen Analgetika nehmen, die Compliance fördern und so einer Chronifizierung vorbeugen. Unter der Maßgabe der gesetzlichen Krankenkasse, "so viel wie möglich ambulant behandeln", kommt auf den Apotheker aber auch die Betreuung schwer kranker Patienten aus der Palliativmedizin zu. Hier eröffnet sich durch den Verleih von Schmerzpumpen und die Betreuung der Patienten ein neues Aufgabenfeld. Um der verantwortungsvollen Rolle des Apothekers bei einer adäquaten und effektiven Therapie gerecht zu werden, bedarf es eines fundierten, aktuellen Wissensstandes auf dem Gebiet der Schmerzentstehung und -therapie. Mit Vorträgen und einem Seminar zu diesem Schwerpunktthema startet daher die Fortbildungswoche in Palma de Mallorca.

Zum aus der Haut fahren

Mit dem größten Organ des Menschen befasst sich der zweite Tag im Palacio de Congressos, dem Tagungsort auf Mallorca. Neurodermitis und Psoriasis konfrontieren den Apotheker nicht nur mit einer Flut von Rezepturen, die von den Dermatologen mit bewundernswerter Phantasie immer wieder aufs Neue modifiziert werden und nicht selten galenische Kunststücke vom Rezeptar fordern. Betroffene Patienten müssen auch intensiv beraten werden. Innovative Arzneimittel ermöglichen neue Therapieansätze und lassen so manche altbewährte Regel der Behandlung von Hautverletzungen im wahrsten Sinne des Wortes "alt aussehen."

Eine neue Qualität hat auch das Thema Lichtschutz bekommen. Ausgelöst durch die explosionsartige Zunahme maligner Hauttumoren hat der effektive Schutz vor energiereicher Strahlung neben kosmetischen Aspekten mehr und mehr auch eine Bedeutung in der Prävention bösartiger Erkrankungen. Mit diesem praxisorientierten Themenkomplex können sich die Pharmacon-Teilnehmer optimal auf die Beratung ihrer Patienten und die Kooperation mit Hautärzten und Allergologen in dermopharmazeutischen Fragen vorbereiten.

Rotwein, Schafskäse und Oliven

Die mediterrane Ernährung macht dank ihre kardioprotektiven Eigenschaften seit einiger Zeit von sich Reden. Unzertrennlich mit den oben genannten Nahrungsmitteln verbunden sind Gewürze wie Thymian, Rosmarin und Salbei, die jeder von uns aus Hustensäften oder Rachentherapeutika kennt. Dass die Berge Mallorcas neben diesen Heilpflanzen noch eine Vielzahl weiterer botanischer Highlights bereit halten, davon können sich die Teilnehmer bei einer Exkursion am dritten Kongresstag überzeugen. Professor Sauer, bekannter und geschätzter Exkursionsleiter bei den Pharmacon-Kongressen in Meran, macht Sie mit den botanischen Besonderheiten dieser mediterranen Region vertraut.

Mal nicht vom Anlageberater

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Biotechnologie? Was kann sie leisten? Wo liegen die Chancen, wo die Risiken und Grenzen dieser noch recht jungen Disziplin. Mitverdienen wollen alle und die Börsenkurse mancher Biotechfirmen wecken die Hoffnung auf schnell verdientes Geld. Aber was steckt hinter diesen Unternehmen? Was und vor allem wie stellen sie ihre Produkte her? Der vierte Tag auf der Sonneninsel widmet sich diesen Themen. Ausgehend von den Grundlagen der Genetik informieren Vorträge über die Einsatzmöglichkeiten der neuen Pharmaka, geben einen Überblick über bereits in den Markt eingeführte gentechnisch hergestellte Arzneimittel und zeigen schließlich auf, dass in manchen Fällen sogar der zellulärer Selbstmord (Apoptose) therapeutisch nutzen lässt.

Wenn einer eine Reise tut, bringt er meistens Souvenirs als Urlaubsandenken mit nach Hause. Während die am Straßenrand meist zu teuer gekauften Kerzenständer und Blumentöpfe an eine unvergessliche Zeit erinnern sollen, sind die zwischen ungewaschenem Gemüse oder rohen Milchprodukten versteckten, mikroskopisch kleinen Mitbringsel meist nicht so erfreulich. Sie sind es aber, die für bleibende Eindrücke von einer Reise sorgen. Der letzte Tag auf den Balearen steht ganz im Zeichen der Reisemedizin und liefert dabei nicht nur das Handwerkszeug für eine effektive Prävention der typischen Erkrankungen, sondern informiert auch eingehend über die unliebsamen Reiseandenken und deren Therapie. Auch auf diesem Gebiet ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Arzt sicher unerlässlich. Egal ob Impfungen gegen Hepatitis oder die Malariaprophylaxe, unstillbare Durchfälle oder Fieberschübe, oft ist die Apotheke wieder einmal erste Anlaufstelle für die Betroffenen.

Fortbildung der Extraklasse

Ob in der Betreuung eines Schmerzpatienten, bei der Prävention oder Therapie von Hauterkrankungen, in der Diskussion um gentechnisch hergestellte Produkte oder bei der Beratung in der Selbstmedikation, Die Vortragsveranstaltungen in Palma de Mallorca lassen keine Wünsche offen. Nutzen Sie die Chance, den Neuen im Bunde der Pharmacon-Kongresse kennen zu lernen. Greifen Sie zum Anmeldeformular im Serviceteil der Druck-Ausgabe der PZ und senden Sie diesen an die Werbe- und Vertriebsgesellschaft Deutscher Apotheker mbH, Postfach 5722 in 65735 Eschborn; Telefon (0 61 96) 92 84 15, Fax (0 61 96) 92 84 04. Haben Sie Fragen oder benötigen Sie weitere Informationen? Dann schicken Sie eine E-Mail an h.tarara@wuv.aponet.de.

Übrigens: Das Deutsche Reisebüro (DER) hält eine Reihe exzellenter Hotels für Ihre Unterbringung und eine Vielzahl verschiedener Pauschalreiseangebote für Sie bereit, nähere Informationen unter DERTOUR GmbH & Co. KG, DERCONGRESS, Emil-von-Behring-Straße 6 in 60439 Frankfurt; Telefon: (0 69) 95 88 36 22 (Frau Körber) oder (0 69) 95 88 36 23 (Frau Heinrich). Besuchen Sie den Pharmacon im Internet. Aktuelle Informationen erhalten Sie unter www.pharmacon-mallorca.de.

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