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B-Vitamine senken Homocysteinspiegel

12.01.2004  00:00 Uhr

PHARMAZIE

B-Vitamine senken Homocysteinspiegel

 

PZ  In der aktuell laufenden JAVIS-Studie (Jena Atherosclerosis Vitamin Intervention Study) wird die Wirkung einer B-Vitaminbehandlung auf die Gefäße von Schlaganfall-Risikopatienten untersucht.

Patienten mit einer Arteria-carotis-Intima-Media-Dicke (IMT) über einem Millimeter, die als Marker für Arteriosklerose gilt, erhielten entweder täglich peroral 2,5 mg Folsäure, 25 mg B6 und 0,5 mg B12 oder Placebo. Bei 60 Prozent dieser Patienten fand man zudem Homocysteinwerte über 10 µmol/L Plasma. Erhöhte Homocysteinwerte werden im Zusammenhang mit einem größeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Arteriosklerose diskutiert.

Bereits nach einem Jahr zeigte sich unter der Therapie mit Folsäure, Vitamin B6 und B12 eine signifikante Verminderung der IMT und Homocysteinwerte. Letztere fielen in der Verum-Gruppe durchschnittlich auf 6,56 µmol/L Plasma ab. Die IMT erhöhte sich in der Placebo-Gruppe im Durchschnitt um 0,07 mm. In der B-Vitamine-Gruppe nahm sie dagegen um 0,07 mm ab. Somit ist die Arteriosklerose in der Verum-Gruppe nicht nur weniger schnell vorangeschritten, sondern verringerte sich sogar. Jedoch korrelierte das Ausmaß der IMT-Verringerung nicht grundsätzlich mit der Senkung des Homocysteinspiegels. Teile des Vitamineffekts sind demnach nicht über die Homocysteinsenkung zu erklären.

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