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Weniger Resistenzen gegen Antibiotika nach Verbot in Tiernahrung

16.07.2001
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Weniger Resistenzen gegen Antibiotika nach Verbot in Tiernahrung

PZ  Die Anzahl an Antibiotika-resistenten Bakterien in dänischen Hühnern und Schweinen hat drastisch abgenommen, seitdem dort Antibiotika-Zusätze in Tiernahrung verboten wurden. 

Wissenschaftler des Dänischen Veterinär-Laboratoriums in Kopenhagen untersuchten das Bakterium Enterococcus faecium, das im Darm von Tieren vorkommt. Im vergangenen Jahr waren knapp 6 Prozent der Bakterien aus Hühnern gegen Avoparcin resistent. 1995, bevor das Antibiotikum verboten wurde, waren es dagegen noch 73 Prozent. Außerdem halbierte sich die Häufigkeit der Resistenzen gegen Virginiamycin zwischen 1997 und 2000, berichten die Forscher in dem Fachjournal Antimicrobal Agents and Chemotherapy (45, Seite 2054 bis 2059). Die Anzahl der gegen Tylosin resistenten Keime in Schweinen sank von 94 Prozent im Jahre 1995 auf knapp 28 Prozent im vergangenen Jahr. 1997 hatte man weitestgehend auf dieses Antibiotikum verzichtet. Der Ertrag aus der Geflügel- und Schweinezucht sei trotz des Verzichtes auf Antibiotika-Zusätze seit 1995 angestiegen.

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