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Hautkrebs

08.03.2004
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Hautkrebs

Kombination könnte Herzpatienten schützen

von Dagmar Knopf, Limburg

Patienten mit akuten Herzproblemen könnten von einer Kombinationstherapie mit einem Thrombozytenaggregationshemmer, Statin, ACE-Hemmer und Betablocker profitieren. Hinweise darauf liefert eine Studie unter Leitung der Wissenschaftlerin Kim A. Eagle von der University of Michigan. Die Kombination senkte die Zahl der Todesfälle um bis zu 90 Prozent (Circulation, 109 (2004) 745 - 749).

Über einen Zeitraum von rund drei Jahren werteten Eagle und ihre Kollegen die Daten von 1358 Herzpatienten aus, die auf Grund akuter Herzprobleme in der kardiologischen Abteilung der University of Michigan aufgenommen worden waren. Entweder hatten diese bereits einen Herzinfarkt erlitten oder wiesen eine instabile Angina pectoris auf. Rund Zwei Drittel der Patienten waren Männer, deren durchschnittliches Alter bei 64 Jahren lag. Die meisten der Patienten hatten Übergewicht und waren zudem Raucher; manche Diabetiker.

Die Wissenschaftler erstellten für jeden Studienteilnehmer ein Diagramm, in dem sie auflisteten, welche und wie viele der vier genannten Medikamente der jeweilige Patient erhalten hatte. Hatte dieser bislang kein einziges Medikament verschrieben bekommen, bekam er den untersten Level 0 zugeteilt. Bei einem Medikament den Level I, bei zwei Medikamenten entsprechend Level II, bis hoch zu Level IV. Primärer Endpunkt war die Überlebensrate der Studienteilnehmer sechs Monate nach Verlassen der Klinik.

Das Verhältnis von aufgetretenen Todesfällen in der Gruppe IV (alle vier Medikamente verschrieben und eingenommen) im Vergleich zur Gruppe 0 (keinerlei Medikamenteneinnahme) betrug 0,10 (95% CI, 0,03 zu 0,42) = 90 Prozent. Beim Vergleich zwischen den Gruppen III (drei Medikamente) und 0 betrug das Verhältnis 0,17 (95% CI, 0,04 zu 0,75). Damit sank das Mortalitätsrisiko um immerhin 83 Prozent. Fast ebenso verhielt es sich mit der Einnahme von zwei Medikamenten. Das Verhältnis zwischen Gruppe II zu Gruppe 0 betrug 0,18 (95% CI, 0,04 zu 0,77) und damit 82 Prozent. Sogar die Einnahme von nur einem Medikament reduzierte das Mortalitätsrisiko deutlich. Hier betrug das Verhältnis von Gruppe I zu Gruppe 0 immerhin noch 0,36 (95% CI, 0,08 zu 1,75) und damit 64 Prozent. Möglicherweise resultiert die beobachtete Risikoreduktion aus synergistischen Effekten der Kombinationstherapie. Top

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