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Coxibe weiterhin umstritten

21.02.2005
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Coxibe weiterhin umstritten

PZ/dpa  Rheumatische Erkrankungen und akute Gichtanfälle sollen künftig wesentlich seltener mit Coxiben behandelt werden. Die Wirkstoffe seien nicht für Patienten geeignet, die an Durchblutungsstörungen leiden oder bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten, teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit.

Die neuen Anwendungsbeschränkungen würden Ärzten und Apothekern in den kommenden Tagen mitgeteilt. Hintergrund der neuen, von der EU vorgeschriebenen Anwendungsbeschränkungen sind jüngste Ergebnisse aus klinischen Prüfungen. Danach ist das Risiko für das Auftreten von Herzkreislauf-Komplikationen bei der Anwendung von Coxiben um das Zwei- bis Dreifache erhöht, teilte das BfArM weiter mit.

Dagegen empfiehlt ein Beratergremium der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA die Wiedereinführung von Vioxx. Mit knapper Mehrheit empfahl die Gruppe, das umstrittene Medikament mit strikten Auflagen wieder zuzulassen und unter denselben Voraussetzungen auch grünes Licht für den Vertrieb von Celebrex und anderen COX-2-Hemmern zu geben. Unter anderem schlägt die Gruppe vor, eine direkte Werbung bei den Konsumenten ganz zu verbieten und die Verpackung beziehungsweise die Tablettenbehälter mit einer massiven, schwarz umrandeten Warnung zu versehen. In der Regel folgt die FDA den Beraterempfehlungen Eine Entscheidung wird bereits in wenigen Wochen erwartet. Top

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