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WHO warnt vor gepanschter Arznei

12.02.2001
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WHO warnt vor gepanschter Arznei

dpa

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat angesichts der vor allem in Entwicklungsländern immer wieder auftretenden Beimischung von Diethylenglykol in Medikamenten vor tödlichen Folgen gewarnt. 

Insgesamt seien auf Grund des toxischen Wirkstoffs in Arzneimitteln innerhalb der vergangenen 15 Jahre mehr als 500 Menschen, darunter vor allem Kinder, gestorben. Vorfälle habe es in Argentinien, Bangladesch, Nigeria, Haiti und Indien gegeben, teilte die Weltgesundheitsorganisation am Mittwoch in Genf mit.

Die WHO appellierte an alle Regierungen der Entwicklungsstaaten, die Herstellung von Medikamenten - vor allem so genannter Generika, die nach Ablauf des Patentschutzes ohne Lizenz nachgebildet werden können - besser zu überwachen. Diethylenglykol ist eine hochgradig toxische Lösung, die in Motoren unter anderem als Antifrostmittel eingesetzt wird. Offenbar wird die Substanz in Einzelfällen als Ersatzstoff für das teurere Propylenglykol eingesetzt, teilte die WHO weiter mit. Top

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