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Atorvastatin war Simvastatin überlegen

16.10.2000  00:00 Uhr

Atorvastatin war Simvastatin überlegen

PZ

Während der CSE-Hemmer Atorvasatin die Progression einer Atherosklerose bremst, schreitet die Gefäßerkrankung unter Simvastatin weiter voran, so das Ergebnis der ASAP-Studie, das Wissenschaftler kürzlich in Amsterdam präsentierten.

In der ASAP-Studie (Effects of Atorvastatin versus Simvasatin on Atherosclerosis Progression) wurden erstmalig zwei CSE-Hemmer direkt miteinander verglichen, heißt es in einer Pressemitteilung von Pfizer. Die Untersuchung sollte klären, ob eine intensive lipidsenkende Therapie bei Patienten mit familiärer Hypercholesterolämie die Progression der Atherosklerose stärker verlangsamen kann als eine anerkannte Standardtherapie.

Dazu erhielten 325 Patientinnen über zwei Jahre täglich entweder 80 mg Atorvastatin oder 40 mg Simvastatin. Zusätzlich konnten die betreuenden Ärzte ihren Patienten bei Bedarf Cholestyramin verabreichen, sofern sich das Gesamtcholesterol nicht unter 308 mg/dl senken ließ. Zu Beginn der Studie sowie nach ein und zwei Jahren bestimmte man per Ultraschall die Dicke der Intima und Media der Carotis-Aterien.

Während des Untersuchungszeitraums sanken unter Atorvastatin die LDL-Spiegel um 51 Prozent, unter Simvastatin um 41 Prozent, berichtet Pfizer. Die HDL-Werte stiegen dagegen in beiden Gruppen im Schnitt um 13 Prozent. Laut Hersteller ging zudem unter Atorvastatin bei 66 Prozent der Patienten die mittlere Dicke der Intima und Media zurück. Unter Simvastatin bestimmte man dagegen dickere Gefäßwände als vor Studienbeginn. Den Einfluss der beiden Therapieregime auf die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität habe man nicht untersucht. Dazu sind laut Pfizer aber inzwischen weitere Studien angelaufen. Top

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