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Rasburicase zugelassen

23.04.2001
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Rasburicase zugelassen

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Patienten mit hämatologischen Malignomen und hoher Tumorlast können nach der Tumorlyse demnächst mit dem Arzneistoff Rasburicase behandelt werden. Der von Sanofi-Synthelabo entwickelte Wirkstoff schützt vor einer akuten Hyperurikämie und kann so ein akutes Nierenversagen verhindern.

Ende März erhielt Sanofi für das unter dem Handelsnnamen Fasturtec® vermarktete Präparat die europaweite Zulassung. Der Wirkstoff Rasburicase ist eine gentechnisch hergestellte Variante des Enzyms Uratoxidase.

Eine der schwerwiegendsten biologischen Folgen des Tumorlyse-Syndroms sind die schnell ansteigenden Harnsäurespiegel im Serum. Das Tumorlyse-Syndrom wird häufig bei hämatologischen Malignomen und Tumoren beobachtet, die rasch auf eine Chemotherapie ansprechen. Insbesondere Kinder, bei denen eine Therapie mit Zytostatika begonnen wurde, sind betroffen.

Hauptrisiko des Tumorlyse-Syndroms, das mit anderen Stoffwechselstörungen einhergehen kann, ist das akute Nierenversagen; eine Folge ausfallender Harnsäurekristalle. Rasburicase wandelt die schlecht lösliche Harnsäure in Allantoin um, das dann über die Niere ausgeschieden wird, meldet Sanofi. So ließen sich lebensbedrohliche Komplikation bei Krebspatienten mit guter Prognose verhindern. In Europa soll Fasturtec® nach Angaben des Unternehmens noch im zweiten Quartal 2001 eingeführt werden.Top

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