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Homöopathisches Zäpfchen bei fiebrigen Infekten

04.02.2002  00:00 Uhr

Homöopathisches Zäpfchen bei fiebrigen Infekten

von Elke Wolf, Rödermark

Das homöopathische Fieberzäpfchen Viburcol® N hat in einer prospektiven multizentrischen Kohortenstudie vergleichbar effektiv fiebrige Infekte gelindert wie Paracetamol. Das meldet der Karlsruher Hersteller Heel.

An der Multicenterstudie nahmen 767 Kinder im Alter unter 12 Jahren teil. Alle litten unter akuten fiebrigen Atemwegsinfektionen. 406 der kleinen Probanden erhielten Paracetamol-Zäpfchen und 361 das homöopathische Komplexmittel. Beide Medikamente kamen in der individuell erforderlichen Dosierung zum Einsatz.

In der Studie wurden neben Körpertemperatur, Krankheitsgefühl, Schweregrad des Infektes, klinische Symptomatik, Zeitpunkt der Symptomverbesserung, Verträglichkeit und Compliance der Kinder auch typische Begleiterscheinungen von Erkältungskrankheiten untersucht; so etwa Unruhe, Schlafstörungen, Schreien/Weinen sowie Ess- und Trinkprobleme.

Die homöopathischen Fieberzäpfchen besserten sämtliche Symptome ähnlich gut wie Paracetamol, berichtet Heel. Die Krankheit hielt unter beiden Therapien etwa gleich lang an. Allerdings senkte Paracetamol das Fieber bei dem Gros der kleinen Patienten schneller als Viburcol. Unerwünschte Wirkungen wurden nicht beobachtet. Verträglichkeit und Compliance waren in beiden Versuchsgruppen gleich. Das homöopathische Komplexmittel Viburcol N sei also eine Alternative zu Paracetamol, heißt es in der Presseinformation. Beide Präparate ließen sich auch kombinieren.

Wie erklärt man sich die Wirksamkeit des Homöopathikums? Chamomilla und Belladonna, zwei der Bestandteile des homöopathischen Komplexmittels, regen die Synthese des Cytokins TGF-b an. Dadurch sinkt zum einen der Titer des Tumornekrosefaktors-a und zum anderen der von Prostaglandin E2, erklärt Heel. Prostaglandin E2 ist unter anderem für Schmerzen und Fieber verantwortlich. Top

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