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Bier und Hochprozentiges erhöhen Krebsrisiko

17.10.2005
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Bier und Hochprozentiges erhöhen Krebsrisiko

von Wolfgang Kämmerer, Wiesbaden

Der regelmäßige Genuss von Bier oder Hochprozentigem erhöht laut einer aktuellen US-Studie das Risiko, an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken. Der Genuss von Wein hingegen scheint vor den Tumoren in Dick- und Mastdarm zu schützen (Anderson, J. C. et al., Am. J. Gastroenterol. 100 (2005) 2049-2055).

Das Team um Joseph Anderson von der Stony Brook University in New York befragte 2291 Patienten, die sich im Rahmen einer Screeninguntersuchung einer Koloskopie unterzogen, zu ihren Trinkgewohnheiten. Das Risiko für kolorektale Neoplasien war bei Personen, die pro Woche mehr als acht hochprozentige Drinks oder acht Biere konsumierten im Vergleich zu abstinenten Studienteilnehmern mehr als doppelt so hoch (26,3 Prozent der Patienten, OR = 2,53 [p = 0,01] und 21,7 Prozent der Patienten, OR = 2,43 [p = 0,02] ). Hingegen war der Konsum von einem bis acht Gläsern Wein mit einer deutlichen Reduktion des Neoplasie-Risikos assoziiert (OR = 0,55; p = 0,01).

Fazit: Der regelmäßige Konsum von Bier und hochprozentigen Alkoholika scheint mit einem gesteigerten Risiko der Entwicklung kolorektaler Neoplasien assoziiert zu sein, während sich der moderate Konsum von Wein günstig auszuwirken scheint. Nicht untersucht wurden die Unterschiede zwischen Rotweintrinkern und Weißweintrinkern sowie die sonstigen Ernährungsgewohnheiten und Lebensumstände der Befragten. Top

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