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Schwitzen schützt

24.06.2002  00:00 Uhr

Schwitzen schützt

PZ  Es ist nicht nur eine leidige Nebenerscheinung von körperlicher Anstrengung, Stress, Angst oder ähnlichem. Schwitzen hat mehr Funktionen als man denkt. Eine davon: Schutz der Haut gegen Infektionen. Zu diesem Ergebnis kommen jedenfalls Wissenschaftler der Universität Tübingen.

Sie fanden heraus, dass Schweiß eine Substanz enthält, die offensichtlich antibiotisch wirkt. Dermicidin ist ein Peptid, das gegen zahlreiche Keime wirkt.

Durch zu häufige Hautreinigung werde nicht nur der natürliche pH-Wert der Haut zerstört, sondern auch der physiologische Hautschutz durch Dermicidin beschädigt. Die Folge: gehäuftes Auftreten von Ekzemen, Hautinfektionen und anderen unerwünschten Hautreaktionen.

Quelle: FP Dermatologie 1 2002, 19.Top

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