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Medizinticker - Archiv

28.06.2004  00:00 Uhr
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Was zeigt die biologische Uhr?

Schottische Wissenschaftler haben eine Methode entdeckt, anhand der Zahl der Eizellen in den Ovarien einer Frau zu errechnen, wie viele fruchtbare Jahre ihr noch bleiben. Hierfür messen die Fortpflanzungsmediziner von der Universität Edinburgh per Ultraschall die Größe der Ovarien. Diese korreliert direkt mit der Anzahl der enthaltenen Eizellen. Zum Zeitpunkt der Geburt befinden sich mehrere Millionen Eizellen in den Eierstöcken. Im Laufe des Lebens nimmt die Zahl ständig ab, wobei die Größe der Organe schrumpft. Daraus kann errechnet werden, wann die biologische Uhr aufhört zu ticken, berichten die Forscher in einer Online-Veröffentlichung von „Human Reproduction“. PZ

Halskrause oft überflüssig

Zur Behandlung eines Schleudertraumas ist eine Halskrause oft überflüssig, meldet die Deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation (DGPMR) in einer Pressemitteilung. Obwohl in den seltensten Fällen nötig, erhalten heute noch zwei Drittel der Patienten eine Stütze verordnet. Doch eine Ruhigstellung kann zu einem Immobilisationsschmerz führen und das Leiden chronisch werden lassen. Stattdessen empfiehlt die DGPMR, die Nackenmuskulatur frühzeitig durch ein fachkundiges Training zu stabilisieren und stärken. PZ

Mütterliche Pflege gegen Stress

Mütterliche Pflege schützt im späteren Leben vor Stress. Dies haben Wissenschaftler der McGill University in Montreal, Kanada, an Ratten nachgewiesen. Bei Rattenjungen, deren Mütter intensiv Brutpflege betrieben, war in den ersten Lebenswochen das Gen für den Glucocorticoidrezeptor im Hippocampus besonders aktiv, berichten die Forscher in „Nature Neuroscience“. Der Rezeptor ist Teil eines Feedbacks-Systems, um die Konzentrationen von Stresshormonen zu kontrollieren. Die mütterliche Pflege veränderte die Aktivität des Gens auch nachhaltig, indem sie die Methylierung änderte. Gut versorgte Junge waren daher ein Leben lang stressresistenter und weniger furchtsam als andere Tiere. PZ

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