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Medizinticker - Archiv

25.04.2005
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Medizinticker

Asthmaspray stört Alkoholtest

Rechtsmediziner der Universität Magdeburg haben laut dem Nachrichtenmagazin Focus nachgewiesen, dass die Einnahme von Asthmaspray den Atemalkoholwert erhöhen und damit Messwerte verfälschen kann. Demnach führt das enthaltene Ethanol zu einer Erhöhung der Alkoholkonzentration in der Atemluft um bis zu 0,23 mg pro Liter. Das entspricht fast 0,5 Promille. Kritisch wird es für Autofahrer, die zusätzlich zur Einnahme des Sprays geringe Mengen Alkohol trinken. Die additive Wirkung des Medikaments könne leicht eine Überschreitung des Grenzwertes von 0,5 Promille bewirken, heißt es in der Studie. Da der Effekt von Asthmaspray bis zu zehn Minuten anhält, sollte ein Atemtest frühestens 20 Minuten nach Verwendung des Sprays erfolgen. dpa

Makrophagen gegen Lähmungen

Mit der Injektion von Makrophagen ins Rückenmark haben israelische Forscher Lähmungen nach schweren Rückenmarkverletzungen bei 30 Prozent der Patienten beheben können. Die Behandlung müsse allerdings binnen 14 Tagen nach den Verletzungen begonnen werden. Bei einer ersten klinischen Testreihe hätten 5 von 16 Versuchspersonen Körpergefühl und Bewegungsfähigkeit zurückerlangt, erklärten die Wissenschaftler von Proneuron Biotechnologies. Das Behandlungskonzept geht davon aus, dass das im zentralen Nervensystem unterdrückte Immunsystem eine Heilung der durchtrennten Nervenstränge fördert. dpa

Krach stört Sprachentwicklung

Die Geräuschlevel, die in einigen Kindertagesstätten oder auch zu Hause herrschen, können den Spracherwerb bei Kleinkindern unter 13 Monaten beeinflussen, melden Forscher von der Universität Maryland. Kinder lernen sprechen, indem mit ihnen geredet wird. Doch in ihrem ersten Lebensjahr können sie laut einer Studie mit rund 100 Kleinkindern schlecht zwischen einer direkten Ansprache und Hintergrundgeräuschen unterscheiden ­ und reagieren seltener, wenn ihr Name gerufen wird. Vor allem bei Kleinkindern unter 13 Monaten sollten Fernseher und Radio daher seltener die Ruhe stören, um den Spracherwerb nicht hinauszuzögern, so die Forscher. PZ Top

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