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Medizinticker - Archiv

17.02.2003
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Medizinticker

Alternative zu Tierversuchen

Wissenschaftler des Instituts für Biophysik der Universität Bremen haben ein In-vitro-Modell zur Abschätzung des augenreizenden Potenzials chemischer Stoffe entwickelt. Das meldet das Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin (BfR). Die Forscher konstruierten ein dreidimensionales Modell der Kornea des Auges aus menschlichen Zellen. Es besteht aus einem mehrschichtigen Korneaepithel, einem einschichtigen Endothel sowie einer Kollagenmatrix mit eingelagerten Keratozyten. Jetzt muss die Validierung zeigen, ob das Modell die Aussagekraft anderer Alternativmethoden zu Tierversuchen erhöhen und in Zukunft vielleicht sogar die heute noch immer nötigen Tierversuche für die Prüfung des augenreizenden Potenzials von Kosmetika ersetzen kann. PZ

Erfolge mit adulten Stammzellen

Kieler Wissenschaftlern ist es im Tierversuch gelungen, das Abstoßen von Organen nach Transplantationen durch den Einsatz von adulten Stammzellen zu verhindern. Bisher war dies nur mit den umstrittenen embryonalen Stammzellen erreicht worden. Das mit Zellen von Ratten erprobte Verfahren soll jetzt in Kiel gemeinsam mit dem Gesundheitskonzern Fresenius auf die Möglichkeiten für den klinischen Einsatz beim Menschen weiter erforscht werden, teilten die Mediziner des Kieler Universitätsklinikums vergangene Woche mit. Die Forscher hatten Zellen aus dem Knochenmark einer Ratte im Labor weiterentwickelt und einem anderen Tier gespritzt. Danach transplantierten sie auch das Herz von der Spender- in die Empfängerratte. Dieses Herz wurde nicht abgestoßen. Mit embryonalen Stammzellen hatten Forscher bereits vor 50 Jahren erste Erfolge in der Toleranzinduktion bei Mäusen erreicht. dpa

Verzweifelt in der Spaßgesellschaft

Depressionen, Neurosen und andere psychische Leiden nehmen in Deutschland dramatisch zu. Darauf weist die DAK in ihrem aktuellen Gesundheitsreport hin. Frauen sind häufiger betroffen als Männer und Westdeutsche häufiger als Ostdeutsche. Besonders alarmierend: Die höchsten Steigerungsraten gibt es bei jungen Menschen. PZ Top

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