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Medizinticker - Archiv

24.01.2005  00:00 Uhr

Medizinticker

Von Alzheimer-Plaques befreit

US-Forscher haben bei Mäusen mit einer Art Gehirnwäsche Alzheimer-typische Ablagerungen im Gehirn zerstört. Die Wissenschaftler injizierten den Tieren Antikörper gegen β-Amyloid, das sich bei Alzheimer-Patienten als Plaque auf Nervenzellen im Gehirn legt und deren Funktion beeinträchtigt. Dabei vermochte die Injektion nicht nur, den Krankheitsverlauf zu stoppen, der Krankheitsprozess wurde sogar revidiert, die Nervenzellen teilweise wiederhergestellt. Die Schwellung der Hirnzellen ging mit ihrer Befreiung von dem Peptid-Plaque in nur drei Tagen um fast ein Viertel zurück. dpa

pH-Messung gegen Frühgeburt

Mit dem Messen des vaginalen pH-Werts können Schwangere nach Angaben der Kölner Uniklinik häufig Frühgeburten verhindern. Denn ein großer Teil von ihnen geht auf aszendierende (aufsteigende) genitale Infekte oder Harnwegsinfekte zurück. Das damit verbundene Entzündungsgeschehen bewirkt, dass sich der Muttermund vorzeitig öffnet und Wehen verfrüht einsetzen. Ein rasches Erkennen der Infektionen per pH-Wert-Messung (Universalindikatorpapier oder CarePlan® V pH-Testhandschuh) und eine schnelle Therapie könnte die Rate der Frühgeburten senken. Dazu sollten die Frauen zweimal pro Woche messen. Liegt der pH-Wert bei 4,7 (normal: 4 bis 4,4) und ist noch einige Stunden später erhöht, sollte die Schwangere den Gynäkologen aufsuchen. PZ

Rotes Fleisch fördert Darmkrebs

Eine große epidemiologische Kohortenstudie aus den USA bestätigt die Vermutung, dass der häufige Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch einen Risikofaktor für Darmkrebs darstellt. Die Forscher hatten dazu 148.610 erwachsene Amerikaner 1982 und 1992/93 zu ihren Lebens- und Ernährungsgewohnheiten befragt. Die Auswertung der Erkrankten ergab, dass bei anhaltendem häufigem Verzehr von rotem verarbeitetem Fleisch (♂ ≥ 85 g/d, ♀ ≥ 57 g/d) das Risiko für ein distales Kolonkarzinom um 50 Prozent erhöht war. Auch beim Rektumkarzinom bestand ein Zusammenhang. Hühnerfleisch oder Fisch waren hingegen mit einem niedrigeren Darmkrebsrisiko assoziiert. PZ Top

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