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Affen kontrollieren Roboterarm mit Gehirnsignalen

13.10.2003
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Affen kontrollieren Roboterarm mit Gehirnsignalen

PZ  Wissenschaftler des Duke University Medical Center haben Rhesusaffen beigebracht, die Bewegungen eines Roboterarms in Echtzeit zu kontrollieren. Ausreichend dafür waren die Signale von den Gehirnen der Tiere und visuelle Rückmeldungen von einem Bildschirm.

Die Affen konnten den Arm so bedienen, als handelte es sich dabei um ihren eignen, heißt es in einer Pressemeldung des Forschungszentrums. Diese Ergebnisse gelten als wichtiger Schritt für die Behandlung von gelähmten Patienten. Diese sollen in Zukunft mit Hilfe derartiger Verfahren lernen, künstliche Gliedmaßen zu kontrollieren.

Die Affen konnten den künstlichen Arm ohne den Einsatz von Muskelbewegungen kontrollieren und ließen ihn ausstreckende und greifende Bewegungen ausführen. Zuerst waren dazu zwei weiblichen Rhesusaffen Mikroelektroden in den Stirnhirn- und den Parietallappen eingepflanzt worden. In den ersten Experimenten wurden die Gehirnsignale mittels eines eigens entwickelten Computersystems aufgezeichnet und analysiert. Dafür wurde den Affen beigebracht, mittels eines Joysticks einen Cursor auf dem Bildschirm in eine bestimmte Position zu bringen und den Joystick mit einer bestimmten Kraft zu halten.

In der Folge wurde der Cursor durch einen Computerarm ersetzt. Auch nach der Entfernung des Joysticks gelang es den Versuchtieren, den künstlichen Arm weiter zu kontrollieren. Am erstaunlichsten war, dass das Tier nach einigen Tagen begriff, dass es seinen Arm nicht zu bewegen brauchte. Top

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