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Fitness

Bei deutschen Kindern mangelhaft

10.03.2003
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Fitness: Bei deutschen Kindern mangelhaft

von Thomas Bellartz und Yvette Meißner, Berlin

Von Energie keine Spur: Deutschlands Kinder und Jugendliche haben in Sachen Sport und Fitness in den letzten Jahren weiter abgebaut. Zu wenig Schulsport und zu viel Fernsehen und Computer hemmen die Fitness.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die der Deutsche Sportbund (DSB) in Zusammenarbeit mit der AOK in Auftrag gegeben hat. Eine dramatische Entwicklung zeichnet sich besonders bei der Altersgruppe der 10- bis 14-jährigen Mädchen und Jungen ab. Verglichen mit den Daten der letzten Untersuchung aus dem Jahr 1995 hat die körperliche Fitness weiter abgenommen, die sportliche Aktivität in dieser Altersgruppe ist bei Jungen um 20 Prozent, bei Mädchen sogar um 26 Prozent zurückgegangen, hieß es bei der Vorstellung der Studienergebnisse in Berlin.

20.000 Jungen und Mädchen zwischen 6 und 18 Jahren wurden für die aktuelle Studie ausführlich nach ihrer Befindlichkeit und der persönlichen Einschätzung der Leistungsfähigkeit befragt und zusätzlich einem sportlichen Test unterzogen. Dabei ergaben sich sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen drastische Rückgänge im Bereich der Koordination sowie in der Ausdauer.

Die Untersuchung bestätigt indes, dass die Fitness von Kindern und Jugendlichen durch regelmäßigen Sport verbessert wird. Bei den Übungen schnitten diejenigen besser ab, die drei oder mehr Stunden Schulsport wöchentlich haben. Tatsächlich haben fast zwei Drittel aller Schülerinnen und Schüler maximal zwei Sportstunden pro Woche. Lediglich in Grundschulen sei die Situation etwas besser. Auch die Mitgliedschaft in Sportvereinen wirke sich positiv auf die körperliche Fitness aus.

DSB-Präsident Manfred von Richthofen forderte Schulen und Vereine zu einem Schulterschluss auf. Schließlich gebe es durchaus das Interesse bei Kindern und Jugendlichen, mehr Sport zu treiben.

AOK-Vorstandschef Hans Jürgens Ahrens unterstützte die Forderung des Sportfunktionärs. Die Krankenkasse biete an, die Schulen und Vereine  stärker bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu unterstützen. Top

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