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Impfen mit gefährlichen Folgen

10.12.2001
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Impfen mit gefährlichen Folgen

PZ   Impfstoffe wie Malaria-Vakzine-Kandidaten, die nicht vor einer Infektion, aber vor einem tödlichen Verlauf der Krankheit schützen, könnten gefährliche epidemiologische Auswirkungen haben: Sie scheinen die Entstehung von virulenteren Erregerstämmen voranzutreiben.

Damit sind sie für ungeimpfte Menschen eine große Gefahr. Dies berichten Andrew Read und seine Kollegen von der University of Edinburgh in der Nature-Ausgabe vom 13. Dezember (Band 414, Seiten 751 bis 756). Wie die Berechnungen der Wissenschaftler ergaben, könnten in Zukunft in einigen Regionen mehr Menschen an den potenteren Pathogenen sterben, als durch Impfen gerettet werden. Impfstoffe, die eine Infektion verhindern, und nicht lediglich die Wachstumsrate oder die Toxizität der Pathogene reduzieren, zeigen diesen Effekt nicht.

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