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Achtung bei Tonic

13.06.2005
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Achtung bei Tonic

PZ  Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor dem Genuss von chininhaltigen Tonic- oder Bitter-Lemon-Getränken bei bestimmten Risikogruppen wie Schwangeren. So habe ein Neugeborener Entzugserscheinungen gezeigt, dessen Mutter während der Schwangerschaft täglich mehr als einen Liter Tonicwater getrunken hatte.

Nach der Geburt habe der Säugling nervös gezittert; in seinem Urin konnte das Chinaalkaloid nachgewiesen werden, so das BfR. Wird Chinin als Malariamittel oder bei nächtlichen Wadenkrämpfen eingesetzt, gilt eine Schwangerschaft als Kontraindikation. Auch Personen mit Tinnitus, Vorschäden des Sehnervs, Myasthenia gravis, Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel, Chinin-Überempfindlichkeit oder Herzerkrankungen dürfen diese Arzneimittel nicht oder nur mit Vorsicht anwenden. Zudem wird die Wirkung von Digitalisglycosiden oder oralen Antikoagulanzien verstärkt. Für diese Personengruppen fordert das BfR einen Warnhinweis auch auf entsprechenden Lebensmitteln. Top

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