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Asthma-Schulung unter den ersten sechs

03.03.2003
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Rufzeichen Gesundheit

Asthma-Schulung unter den ersten sechs

von Sabine Schellerer, München

Das Kinderhospiz „Balthasar“ im westfälischen Olpe ist Träger des Gesundheitspreises „Rufzeichen Gesundheit“, der in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben wurde. In dem Hospiz betreuen geschulte Mitarbeiter unheilbar kranke Kinder zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern bis zum Tod und leisten den Familien auch nach dem Ableben des Kindes Beistand.

Mit dem vom Wort-und-Bild-Verlag gestifteten Preis werden Projekte ausgezeichnet, die innovativ und praxisnah sind, Modellcharakter besitzen und sich bereits um Patienten verdient gemacht haben. Sechs hochrangige Persönlichkeiten aus dem Gesundheitswesen, unter ihnen ABDA-Präsident Hans-Günter Friese, wählten zuvor aus einer Vorschlagsliste mit mehr als 200 Projekten sechs Kandidaten für die Leserentscheidung aus - darunter auch die Asthma-Schulung „TOM Asthma“ in Apotheken (TOM = Therapeutic Outcomes Monitoring). Die Vorschlagsliste hatten Mitarbeiter des Verlages erstellt.

Damit sich Asthma erfolgreich behandeln lässt, müssen Medikamente und Hilfsmittel richtig angewendet werden. Deshalb bieten derzeit mehr als 1000 niedergelassene Apotheker ihren asthmakranken Kunden praktische Hilfe an: Sie unterweisen sie im Umgang mit Dosieraerosolen, Pulverinhalatoren oder Spacern und erklären ihnen den Nutzen der Peak-Flow-Messung sowie das Führen eines Asthma-Tagebuches. Daneben kontrollieren die Apotheker regelmäßig, ob die Therapie anschlägt und inwieweit sich die Lebensqualität der Patienten verbessert hat. Für diese Dienstleistung unterziehen sich die Pharmazeuten einer speziellen Schulung, die das „Zentrum für Arzneimittelinformation und pharmazeutische Praxis“ (ZAPP) der ABDA anbietet. TOM Asthma basiert auf einer 1998 erfolgreich abgeschlossenen wissenschaftlichen Studie.

Neben dem Asthmaprogramm kamen auch das Drogenpräventionsprojekt „Kinder stark machen“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der „Darmkrebsmonat März 2002“ der Felix-Burda Stiftung, die Obdachlosenpraxis MUT aus Berlin und das Projekt der Björn-Steiger-Stiftung „Kampf dem Herztod“ in die engere Wahl. Top

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