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Thrombose-Versorgung unter der Lupe

19.09.2005
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Thrombose-Versorgung unter der Lupe

PZ  Ein Register zu ambulant erworbenen Beinvenenthrombosen soll aufdecken, wie diese derzeit in Deutschland diagnostiziert und behandelt werden. Dazu nehmen ab Oktober rund 400 angiologische Praxen sechs Wochen lang jeden Patienten, der zur diagnostischen Abklärung eines Thromboseverdachts überwiesen wurde, per Dokumentationsbogen auf.

Im so genannten TULIPA-Register (Thrombose mit und ohne Lungenembolie bei Patienten im ambulanten Bereich) sollen so Daten von circa 10.000 Patienten gesammelt werden. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Angiologie, der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie sowie der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung und wird von der Firma GlaxoSmithKline finanziert.

Der Grund, ein solches Register zu initiieren, war, dass derzeit epidemiologische Daten zur Versorgungswirklichkeit bei Patienten mit venösen Thromboembolien fehlen. Geklärt werden soll, wie viele Thrombose-Verdachtsfälle sich tatsächlich bestätigen, wie die diagnostische Abklärung in der Praxis aussieht, welche Risikofaktoren tatsächlich für eine tiefe Venenthrombose (TVT) bestehen und wie lange und wie effektiv ambulant oder stationär behandelt wird. Zudem sollen eventuell auftretende Komplikationen oder Spätschäden festgehalten werden. Dazu ist bei Patienten mit bestätigter TVT ein erneuter Arztbesuch nach drei Monaten sowie ein Telefonat nach einem Jahr geplant.

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