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Preis für alternativen Signalweg

17.09.2001  00:00 Uhr

Preis für alternativen Signalweg

PZ  Für ihre Erkenntnisse über Glucose-Transport und Insulinresistenz in der Skelettmuskulatur hat Professor Dr. Juleen R. Zierath vom Karolinska-Institut in Stockholm, Schweden, den Minkowski-Preis 2001 erhalten. 

Zierath hat Ähnlichkeiten und Unterschiede zweier Signalkaskaden aufgeklärt, die beide den Glucosetransport in der Skelettmuskulatur regulieren. Während eine von Insulin ausgeht, wird die andere durch Muskelkontraktionen aktiviert. Innerhalb der bewegungsinduzierten Signalkette fand Zierath neue Komponenten, die parallel zur Insulinkaskade wirken und dadurch von Insulinresistenz nicht betroffen sind, heißt es in einer Pressemitteilung der Firma Aventis, das den mit 25.000 DM dotierten Preis gestiftet hat. Zieraths zeigte, dass lokale Effekte der Muskelkontraktion unabhängig von systemischen Einflüssen zur Aktivierung der MAPK-Signalkaskade führen.

Die Ergebnisse der Wissenschaftlerin bilden die molekulare Grundlage für den bekannten günstigen Effekt körperlicher Aktivität bei Typ-2-Diabetes und könnten neue Ansätze für die Behandlung der Erkrankung liefern. Verliehen wurde der Preis während der Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Diabetes Forschung (European Association for the Study of Diabetes, EASD) vom 9. Bis 13. September in Glasgow.

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