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Zahl der Organspenden rückläufig

23.08.2004
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Zahl der Organspenden rückläufig

PZ  Nach einer erfreulichen Steigerung der Organspenden und Transplantationen um 11 Prozent im vergangenen Jahr gehen die Zahlen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2004 wieder zurück. Lediglich der Juni erreichte Vorjahresniveau. Dies gab die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) in Neu-Isenburg bekannt.

Im ersten Halbjahr 2004 spendeten 109 Menschen weniger Organe als dies noch im Vorjahr der Fall war. Ähnliche Tendenz verzeichnet die Anzahl der durchgeführten Transplantationen. Gab es in den ersten sechs Monaten des Jahres 2003 insgesamt noch 1905 Transplantationen, so waren es in diesem Jahr nur noch 1757.

„Unser Ziel, die Organspende mittel- bis langfristig in Deutschland flächendeckend zu steigern beziehungsweise auf einem hohen Niveau zu halten, haben wir bislang nicht erreicht“, bedauert Professor Dr. Günter Kirste, Vorstand der DSO. Deshalb appelliert er an die Partner der DSO in Medizin, Politik sowie Gesellschaft, sich landesweit aktiv an der Förderung der Organspende zu beteiligen.

Die DSO ist seit Juli 2000 die bundesweite Koordinierungsstelle für Organspende. Sie stimmt die Zusammenarbeit zwischen den etwa 1400 Krankenhäusern mit Intensivstation und den rund 50 Transplantationszentren ab. Informationen zur Organspende und Organspendeausweis sind gebührenfrei unter der Servicenummer (08 00) 9 04 04 00 erhältlich.

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