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Nicht mehr wahnsinnige Schafe als in den Vorjahren

07.08.2000  00:00 Uhr

-MedizinGovi-Verlag

Nicht mehr wahnsinnige
Schafe als in den Vorjahren

PZ-Artikel

Während des Ausbruchs der Rinderseuche BSE in Großbritannien sind nicht mehr Schafe an Scrapie erkrankt, als in den Jahren zuvor. Das berichten Wissenschaftler des Animal Health Institute im britischen Berkshire in der aktuellen Ausgabe von Nature. Weder traten mehr Scrapiefälle auf britischen Farmen auf, die sowohl Schafe als auch Rinder züchten, noch habe man parallel eine regionale Häufung von Scarpie und BSE nachweisen können, so die Autoren.

Die Krankheitsbilder der spongiformen Enzephalopathie bei Rindern und der humanen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit sind einander ähnlich. In Experimenten gelang es Forschern zudem, auch Schafe mit dem BSE-Erreger zu infizieren. Dies führte zu der Vermutung, die Schafe seien in den 80er Jahren während der Rinderwahnsinn-Seuche in Großbritannien vermehrt an Scrapie erkrankt, da sie mit BSE verseuchtes Futter fraßen. Die Zahl der wahnsinnigen Schafe stieg in diesem Zeitraum aber nicht überproportional an, heißt es aus Berkshire.

Quelle: Ferguson, N., et al., Nature vom 10. August 2000, 584 - 585.

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