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Befragung deckt Mängel bei Versorgung von Brustkrebspatientinnen auf

21.07.2003  00:00 Uhr

Befragung deckt Mängel bei Versorgung von Brustkrebspatientinnen auf

von Ulrike Siedel, Berlin

Die Deutsche Krebshilfe engagiert sich verstärkt für die Verbesserung der Brustkrebsbehandlung. In ihrer Studie „Die an Brustkrebs erkrankte Frau im Medizinbetrieb“ hat sie Mängel im Behandlungsverlauf ausgewertet und notwendige Maßnahmen angemahnt. In Interviews mit 400 Brustkrebspatientinnen werde neben strukturellen Schwachstellen im Behandlungsverlauf vor allem der Bedarf an psychosozialer Versorgung deutlich, hieß es während einer Pressekonferenz am 21. Juli in Berlin.

Die Deutsche Krebshilfe fordert eine lückenlos qualitätsgesicherte Behandlungskette von der Diagnose über die Therapie bis hin zur Nachsorge. Dabei favorisiert die Organisation die Schaffung und den Ausbau von Krebszentren mit einer engen Zusammenarbeit von niedergelassenen Gynäkologen mit den Krankenhausärzten. Für die Patientin müssten die Behandlungsmöglichkeiten vergleichbar und transparent sein. Wichtig sei die Unterstützung der Patientin während der gesamten Behandlung. „Die Brustkrebspatientinnen berichteten immer wieder, dass sie sich in den Situationen besonders nach der Diagnose und nach der Entlassung aus dem Krankenhaus allein gelassen fühlen“, sagte Wilfried Jacobs, Vorstandsmitglied der Deutschen Krebshilfe.

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