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Engpass bei Begrivac

18.07.2005
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Engpass bei Begrivac

dpa  Die Chiron Corporation muss die Auslieferung des Impfstoffs Begrivac® wegen Sterilitätsproblemen drastisch reduzieren. Statt der geplanten zwölf Millionen Dosen kommen in der Saison 2005/06 voraussichtlich nur vier Millionen auf den Markt, gab das Unternehmen bekannt. Zudem könne es erst verspätet, vermutlich Anfang Oktober, liefern. Um einen Engpass zu verhindern, will Chiron die Produktion zweier weiterer Impfstoffe ausbauen.

Mitarbeiter von Chiron hatten dem Unternehmen zufolge bei einer Qualitätskontrolle eine »geringe Zahl« von Begrivac-Chargen entdeckt, die mit Bakterien verunreinigt waren. Weitere Tests sollen die Ursache klären. Bevor die Untersuchungen nicht abgeschlossen seien, werde die Firma den Impfstoff nicht ausliefern. Es sei daher möglich, dass Chiron gar kein Begrivac verkaufen könne.

»Die Auswirkungen auf den deutschen Markt kann man noch nicht vollständig abschätzen ­ aber das ist schon eine große Einbuße«, hieß es beim Paul-Ehrlich-Institut in Langen. Die Behörde hatte im vergangenen Jahr für Deutschland 20 Millionen Impfdosen freigegeben. In der vergangenen Grippesaison hatte Chiron nach eigenen Angaben in der Bundesrepublik fünf Millionen Dosen Begrivac verkauft.

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