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Durchbruch beim humanen Genomprojekt

26.06.2000
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-MedizinGovi-Verlag

Durchbruch beim humanen Genomprojekt

Beitrag dpa/PZ

Im Wettlauf um die Entschlüsselung des menschlichen Erbgutes haben internationale Wissenschaftler einen Durchbruch errungen und zugleich ein Zeichen der Versöhnung gesetzt. Die bisherigen Konkurrenten, das öffentlich geförderte Human-Genom-Projekt (HGP) und der US-Genforscher Craig Venter, gaben den Durchbruch am Montag gemeinsam bekannt und erklärten, dass sie künftig zusammenarbeiten wollen.

Venter sagte auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus, er werde dem Beispiel des Human-Genom-Projekts folgen und seine Erkenntnisse der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Der HGP-Wissenschaftler Francis Collins dankte Venter für seine Kooperation und seine Bereitschaft, die Ergebnisse gemeinsam zu veröffentlichen und auszutauschen. Die Wissenschaftler hatten am Montag bekannt gegeben, dass sie eine grobe Karte des menschlichen Erbguts erstellt hätten.

Bei mehreren Pressekonferenzen in Europa und den USA berichteten die internationalen HGP-Forscher am Montag von einem Durchbruch bei der Entschlüsselung des menschlichen Erbgutes. Zweieinhalb Monate nach ersten Erfolgsmeldungen des US-Genforschers Venter hätte das Human-Genom-Projekt 97 Prozent der menschlichen Gene entschlüsselt, sagten beteiligte Wissenschaftler.

Viele Wissenschaftler hoffen nun auf einen Durchbruch im medizinischen Bereich. Kritiker warnen deshalb vor übertriebenem Optimismus. Denn mit der Lokalisierung eines Gens hat man noch keine Möglichkeit der Diagnose oder gar der Behandlung gefunden. Mehr über das humane Geomprojekt lesen Sie auch im Titelbeitrag der PZ 28/00.

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