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Neuer Test erkennt Blasenkarzinome früher

30.04.2001  00:00 Uhr
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Neuer Test erkennt Blasenkarzinome früher

PZ

Ein nicht invasiver Test zur Früherkennung von Blasenkarzinomen weist Rezidive im Vergleich zu anderen Methoden früher nach. Das meldet der Hersteller Matritech, Freiburg, und bezieht sich damit auf Daten, die Dr. Vassilis Poulakis von der Klinik für Urologie und Kinderurologie vom Krankenhaus Nordwest Frankfurt Anfang April auf dem 16. Kongress der European Association of Urology in Genf vorstellte.

Der Test weist den Tumormarker NMP (tumorassoziiertes nukleäres Matrixprotein) im Urin nach und ist von der FDA für das Screening auf Karzinome urothelialen Ursprungs aus dem gesamten Urogenitaltrakt zugelassen (siehe auch PZ 46/2000, Seite 82). Für die Studie wurde der Urin von 463 Patienten mit Verdacht auf Blasenkarzinom sowohl mit dem NMP22®-Test als auch mit zytologischen Verfahren untersucht. Besonders in den frühen Stadien lieferte der Test wesentlich bessere Ergebnisse als die Urinzytologie. Bei diesen Patienten wies der Tumormarker-Test 80 Prozent der Karzinome nach, anhand der zytologischen Untersuchung waren es nur 37 Prozent. Im Durchschnitt erkannte der Test 82 Prozent aller Tumorstadien, im Vergleich zu 60 Prozent, die auffällige zytologische Befunde im Urin hatten. Wegen der einfachen Anwendung eigne sich der Test auch für Hausarztpraxen, heißt es in der Pressemitteilung.

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