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Energie verpufft

31.07.2000  00:00 Uhr

-MedizinGovi-Verlag

Energie verpufft

Beitrag der PZ-Redaktion

Von einem vielversprechenden Ansatz im Kampf gegen Übergewicht berichten Wissenschaftler des Pharmaunternehmens SmithKline Beecham und der Uni Cambridge, Großbritannien, in der Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature vom 27. Juli.

John Clapham und seine Kollegen züchteten Mäuse, deren Mitochondrien in den Muskelzellen verstärkt das humane Protein UCP-3 produzieren. Mitochrondrien, auch als Kraftwerke der Zellen bezeichnet, wandeln Energie aus der Nahrung in den körpereigenen Treibstoff ATP um. Höhere Konzentrationen an UCP-3 in den Mitochondrien führen jedoch dazu, dass Muskeln die über die Nahrung aufgenommene Energie nicht in ATP sondern in Wärme umsetzten.

Die UPC-3-Mäuse hätten zwar wesentlich mehr als herkömmliche Tiere gefressen, seien dabei aber sogar schlanker als ihre natürlichen Artgenossen geblieben, schreiben die Forscher. Das Team erhofft sich von dieser Erkenntnis nun einen neuen Ansatz im Kampf gegen krankhaftes Übergewicht.

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