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Neue Behandlung zugelassen

03.01.2000  00:00 Uhr

-MedizinGovi-Verlag

AKTINISCHE KERATOSE

Neue Behandlung zugelassen

PZ-Artikel

Die FDA hat den Levulan® Kerastick™ und die BLU-U™-Lichtquelle zur Behandlung der aktinischen Keratose des Kopfes und der Kopfhaut zugelassen, meldet Schering. Die 5-Amino-Levulinsäure-Zubereitung wird mit einem Applikator auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen.

Das blaue Licht der BLU-U-Lichtquelle rege den Wirkstoff dazu an, die betroffenen Zellen selektiv abzutöten, heißt es in der Pressemitteilung. Schering und die Herstellerfirma Dusa Pharmaceuticals hatten zuvor einen Vertrag abgeschlossen, der Schering Marketing- und Vertriebsrechte für das Produkt in den USA, Europa und allen übrigen Ländern außer Kanada sichert.

Die aktinische Keratose ist eine verbreitete präkanzeröse Hautveränderung, verursacht durch übermäßige Sonnenbestrahlung. Menschen mit hellem Hauttyp sind besonders häufig betroffen. Wird die Krankheit nicht behandelt, kann sie sich zu einem schuppenförmigen Hautkrebs entwickeln.

Gegen die aktinische Keratose werde derzeit entweder flüssiger Stickstoff oder 5-Fluorouracil-Gel (5-FU) eingesetzt, meldet Schering. Flüssiger Stickstoff verursache Schmerzen und wirke nicht selektiv. Außerdem könnten sich bei einigen Patienten Narben bilden oder Pigmentierungsstörungen auftreten. Mit 5-FU erzielten die Ärzte zwar meist gute kosmetische Ergebnisse, die zweimalige Behandlung pro Tag führe jedoch oft zu Hautirritationen. Daher hielten die Patienten die vier- bis sechswöchige Behandlung oft nicht durch. Im Gegensatz dazu leiden die Patienten lediglich während der Anwendung von Levulan unter leichtem Brennen oder Kribbeln, meldet Schering. Auch eine Photosensiblisierung bleibe nach dieser Behandlung aus.

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