Pharmazeutische Zeitung online

Zeichen setzen!

09.05.2005  00:00 Uhr

Zeichen setzen!

Gesundheitspolitisch ist jetzt die Zeit der leisen Töne. Vor der Bundestagswahl ist keine der großen Parteien an einer weiteren großen Reform interessiert. Man muss aber kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass die Gesundheitspolitik im nächsten Jahr wieder eines der zentralen Wahlkampfthemen sein wird. Die Einnahmesituation der Krankenkassen wird sich nicht verbessern, und die Ausgaben werden bald deutlich ansteigen.

Sind wir darauf vorbereitet? Ich meine ja. Denn wir gelten in der öffentlichen und veröffentlichten Meinung nicht mehr als Nein-Sager. Wir besetzen neue Themen und nutzen die gesetzlichen Möglichkeiten. Und nicht nur das: Durch unsere Initiativen sind wir zum Motor für zukunftweisende Vertragsgestaltungen geworden. Die Hausapothekenverträge, vor allem der mit der Barmer, haben es möglich gemacht. Der dreiseitige Vertrag mit dem Hausärzteverband wurde von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt vor der Presse als wegweisender Schritt in Richtung integrierte Versorgung bezeichnet. Und hieran nehmen wir nicht nur teil, wir haben sie durch unsere Vorarbeit erst möglich gemacht. Der neue Weg ist der einzig richtige, wenn wir wieder die Definitionshoheit über den Arzneimittelsektor zurückgewinnen wollen. Diesen Weg werden wir noch ausbauen.

So genannte wissenschaftliche Berater dürfen der Politik nicht länger vorgeben, wohin die Arzneimittelversorgung steuern soll. Das goldene Kalb des Wettbewerbs, das auch von Gerhard Schröder und Joschka Fischer immer wieder heraufbeschworen wird, sollte uns dabei Anreiz sein.

Dem Wettbewerb ein pharmazeutisches, an Qualität orientiertes Gesicht zu geben, ist daher auch Zielsetzung der Öffentlichkeitsarbeit dieses Jahres. Wir nutzen dabei alle Instrumente, von der klassischen Pressearbeit über die Werbung bis hin zu den neuen Medien. Strategisch ist unsere Öffentlichkeitsarbeit darauf ausgerichtet, die Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsüberlegenheit der unabhängigen, wohnortnahen Apotheke in den Fokus zu rücken. In den Medien zeigt dieses Konzept bereits Wirkung. Während der Versandhandel deutlich kritischer gesehen wird, besetzen wir Zeitungen, Zeitschriften und die elektronischen Medien mit unseren innovativen Konzepten und Themen. Im Fernsehen haben sich 2004 weit über einhundert Beiträge mit unseren Themen befasst. Ich bitte Sie herzlich, diese Öffentlichkeitsarbeit jetzt auch in Ihre Apotheke hineinzutragen. Zum Tag der Apotheke erhalten Sie Kundenmaterial und Plakate, mit dem wir die Innovationskraft und Leistungsfähigkeit der Apotheken herausstellen. Weitere Plakate werden folgen. Ihre Teilnahme ist Bedingung dafür, dass wir flächendeckend kommunizieren können. Die Apotheken sind nicht nur der Ort der sozialen Kommunikation, sie bieten uns auch 21.500 Werbeflächen mit dreieinhalb bis vier Millionen Kontakten pro Tag ­ ein millionenschwerer, nicht übersehbarer Werbewert. Die Industrie hat dies schon lange erkannt. Nutzen wir diesen strategischen Vorteil jetzt für unsere Sache. Hängen Sie deshalb bitte auch Plakate aus, die Ihnen vielleicht im Einzelfall nicht gefallen. Der Köder muss dem Fisch, nicht dem Angler schmecken.

Die Jahre 2005 und 2006 bieten uns im Vorfeld der Debatte um konkrete gesundheitspolitische Reformen die Chance, uns so zu positionieren, wie wir uns selbst, wie uns aber auch unsere Kunden sehen: Als unverzichtbare Einrichtung des Gesundheitswesens. Nutzen wir diese Chance, Definitionen zu setzen, an denen sich dann die anderen orientieren müssen. Setzen wir unübersehbare Zeichen. Noch ist Zeit dazu! Ich freue mich auf Ihr Mitwirken!

Fritz Becker
Vorsitzender des PR-Ausschusses der ABDA
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