Pharmazeutische Zeitung online

Mausklicks für das Punktekonto

30.09.2002
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Mausklicks für das Punktekonto

von Axel Helmstädter, Eschborn

Ständige Fortbildung wird auch von Apothekerinnen und Apothekern erwartet. Der Trend geht vom rein freiwillig und eher passiv wahrzunehmenden Angebot hin zur zumindest moralischen Verpflichtung, sich regelmäßig auf den neuesten Stand zu bringen.

Symptomatisch ist die kürzlich ausgesprochene Mahnung der Gesundheitsministerkonferenz an die Heilberufe, Maßnahmen zur Kompetenzerhaltung zu intensivieren. Einige Apothekerkammern haben diesen Weg bereits eingeschlagen und bieten die Möglichkeit, ein Mindestmaß an Fortbildungsmaßnahmen nachzuweisen. Alle gangbaren Wege werden anhand eines Punktekataloges bewertet. Wer die Mindestpunktzahl erreicht, erhält ein Fortbildungszertifikat. Bislang ist die Fortbildung noch freiwillig.

Gedrucktes als Wissensquelle

Lesen bildet, auch den Fachmann, und Fachzeitschriften sind eine wichtige Quelle zur Auffrischung des Wissens. Diesem Grundsatz folgen alle Programme zur Zertifikatfortbildung, indem sie die Lektüre von Fachzeitschriften ohne Einzelnachweis mit einer gewissen Anzahl von Punkten honorieren. Da jedoch mehr hängen bleibt, wenn man das einmal aufgenommene Wissen auch aktiv anwenden oder reproduzieren muss, ist es sinnvoll, sich nach der Lektüre oder nach einem Vortrag selbst zu testen. Der Test wird damit zur Generalprobe für die Anwendung des Wissens im Beratungsalltag der Apotheke. Mit Hilfe elektronischer Medien ist es heute sehr leicht, Wissenstests durchzuführen, auch solche, die nicht allein auf dem Multiple-Choice-Verfahren beruhen.

Online fortbilden

Als erste Fachzeitschrift für Apotheker bietet die Pharmazeutische Zeitung ab 7. Oktober eine Online-Fortbildung für Apotheker an. Zu PZ-Artikeln werden regelmäßig Fragen bereitgestellt, die mit Hilfe ergänzender Quellen beantwortet werden können. Die Auswertung erfolgt automatisch, innerhalb weniger Sekunden erfahren die Teilnehmer, wie viele Antworten richtig waren. Etabliert sind solche Systeme seit längerer Zeit in den USA, wo der Nachweis regelmäßiger Fortbildung Voraussetzung für den Erhalt der Approbation ist. Die Online-Ausgabe der Pharmazeutischen Zeitung enthält ein Verzeichnis der wichtigsten Anbieter (Rubrik „Links“).

Bislang ist diese Art der Fortbildung in Deutschland kaum verbreitet. Lediglich einige medizinische Fachzeitschriften bieten Fragebögen zu fortbildungsrelevanten Beiträgen an, die Leser ausfüllen und zur Auswertung an die Redaktion senden können. Hierfür werden Punkte im Rahmen der – auch bei Ärzten freiwilligen – Zertifikatfortbildung vergeben. Das Testangebot der Pharmazeutischen Zeitung funktioniert prinzipiell gleich. Es wird jedoch nur im Internet angeboten. Von amerikanischen Online-Fortbildungen unterscheidet es sich durch eine höhere Flexibilität der Aufgaben: Neben Antwortwahlfragen (Multiple-Choice) werden freie Eingaben, sinngemäße Zuordnungen oder die Vervollständigung von Sätzen als Testformen angeboten.

PZ-Akademie online – Wie es funktioniert

Der Online-Dienst der PZ-Akademie dient in erster Linie dazu, durch konventionelle Fortbildungsangebote erworbenes Wissen zu vertiefen und zu überprüfen. Er ist angemeldeten Nutzern im Rahmen eines gebührenpflichtigen Jahresabonnements zugänglich. Jährlich werden zehn interaktive Tests angeboten, die sich auf fortbildungsrelevante Beiträge insbesondere in der Pharmazeutischen Zeitung aber auch in der Zeitschrift PZ PRISMA oder bei Kongressveranstaltungen (einschließlich der Berichterstattung in den Medien) beziehen. Die jeweiligen Beiträge werden zusätzlich online publiziert. Es werden in der Regel zehn Fragen gestellt, die sich mittels der zugrunde liegenden Literatur, in Einzelfällen auch unter Zuhilfenahme leicht zugänglicher sonstiger Quellen (zum Beispiel Webseiten) beantworten lassen.

Ein Test gilt als erfolgreich absolviert, wenn eine Mindestzahl von Fragen (gewöhnlich 7 von 10) richtig beantwortet wurde. Ein elektronischer Fragebogen kann beliebig oft ausgefüllt, aber nur bis zu dreimal zur Auswertung abgeschickt werden. Nach erfolgreichem Absolvieren eines Tests ist keine weitere Einsendung mehr möglich. Über einen Gastzugang können sich Interessierte die Fragen ansehen, zur Auswertung absenden können sie den Test nicht.

Für jeden erfolgreich absolvierten Test wird dem betreffenden PZ-Akademie-Mitglied ein Punkt gutgeschrieben. Nach Ablauf des Kalenderjahres wird ein schriftliches Zertifikat über die erreichten Punkte ausgestellt und zugeschickt. Die dort bestätigten Punkte können der zuständigen Landesapothekerkammer im Rahmen der "zertifizierten Fortbildung" eingereicht werden. Die Regelungen der jeweils zuständigen Kammer sind zu beachten.

Was es kostet

Die Mitgliedschaft in der PZ-Akademie gilt für mindestens ein Jahr und kann jährlich gekündigt werden. Die Jahresgebühr beträgt unabhängig vom Eintrittsdatum 39 Euro. Nach Online-Anmeldung wird dem Teilnehmer eine Rechnung übersandt. Teilnehmer, die sich vor dem 31. Dezember 2002 anmelden, können die ersten beiden Lektionen (Oktober und November/Dezember) kostenfrei bearbeiten und bezahlen erst im Jahr 2003 Gebühren. Die Lektionen werden in durchschnittlich fünfwöchigen Abständen bereitgestellt. Sie werden in der Pharmazeutischen Zeitung und per E-Mail angekündigt. Die Tests stehen bis Ende des jeweiligen Jahres zur Verfügung.

 

PZ-Akademie online – Die Anmeldung Die Anmeldung zur PZ-Akademie kann nur online erfolgen: www.pz-akademie.de, -> anmelden. Nach Eingabe persönlicher Daten, die sich auf das zur Zertifkatausstellung erforderliche Maß beschränken, werden Benutzername und Passwort per E-Mail übersandt. Die Nutzung des Systems ist unmittelbar danach möglich. Eine Rechnungsstellung erfolgt erst im Januar 2003.

 

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