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Aids: Alles im Netz

27.11.2000  00:00 Uhr

Aids: Alles im Netz

von Daniel Rücker, Eschborn

Zu kaum einer Krankheit gibt es so viele Websites wie zu Aids. Wer den Begriff Aids in die Internetsuchmaschine Google eingibt, kann sich über rund 4,5 Millionen Treffer freuen. Das Schlagwort HIV liefert immer noch 2,6 Millionen Treffer. Die Zahlen machen deutlich, dass Suchmaschinen für Recherchen zum Thema Aids ungeeignet sind. Unnötig sind sie auch. Die Kenntnis einiger weniger Adressen reicht aus, um sich über alle Fragen zur Immunschwächekrankheit umfassend zu informieren.

Informationen zum Welt-Aidstag am 1. Dezember und zur Welt-Aidskampagne bietet die Deutsche Aidshilfe unter www.aidshilfe.de. Darüber hinaus findet sich auf diesen Seiten alles Wissenswerte rund um Aids und HIV. Broschüren, etwa zu Safer Sex, Infektionsrisiken oder Behandlungsoptionen können über die Website bestellt werden. Selbstverständliche bietet die Deutsche Aidshilfe auch eine Übersicht der regionalen Selbsthilfegruppen mit Links und Kontaktadressen.

Ebenfalls an Nicht-Fachleute wendet sich die Homepage des Aids-Aufklärung e.V, die unter www.hivnet.de abgespeichert ist. Neben allgemeinen Informationen zu Aids bietet die Seite spezielle Informationen für Jugendliche und Patienten.

Wer wissenschaftliche Daten zu Aids sucht, der ist bei einigen englischsprachigen Angeboten gut aufgehoben. So informiert das zum NIH gehörende National Institute of Allergy and infectious Diseases unter www.niaid.nih.gov/research/daids.htm über aktuelle Forschungsergebnisse bei der Impfstoffsuche, über klinische Studien mit neuen Medikamenten und über potenzielle Targets für die Entwicklung neuer Substanzen.

Ebenfalls mit Informationen zu bekannten und neuen Aids-Medikamenten wartet die us-amerikanische Zulassungsbehörde FDA auf (www.fda.gov/oashi/aids/hiv.html). Hier finden Interessierte auch Informationen über zweifelhafte Aids-Tests oder Medikamente. Berichte über wissenschaftliche Konferenzen fehlen ebenfalls nicht.

Die nach eigenen Angaben weltweite umfangreichste Website zu Aids und HIV erreicht der Internetsurfer unter www.aegis.com. Das Angebot wendet sich gleichermaßen an Experten und Laien, an Infizierte und Gesunde. Das Angebot ist in der Tat außergewöhnlich umfassend. Informationen über Therapie und Prävention fehlen ebensowenig wie Angaben über nicht zugelassene Präparate oder die richtige Ernährung.

Leider bleibt bei manchen Informationen die Quelle im Dunklen. Zwar findet man nach einigem Suchen einen Artikel über die Entstehungsgeschichte von Aegis, doch angesichts der möglichen Tragweite von Informationen über Aids wären Angaben über die fachliche Qualifikation der jeweiligen Autoren bei vielen Beiträgen wünschenswert.

Wer wissenschaftliche Publikationen zu Aids und HIV sucht, der findet die Datenbank Medline im Netz zum Beispiel unter www.healthgate.com/medline/adv-medline.shtml. Ebenfalls über Healthgate kommt man zu der auf Aids spezialisierten Datenbank Aidsline (www.healthgate.com/aids/search-aidsline.shtml).

Wer in den obengenannten Angeboten nicht die von ihm gewünschten Informationen findet, der kommt über die umfangreichen Linklisten der Websites zu zahlreichen weiteren Homepages.

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