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Firewall schützt vor Angriff aus dem Internet

23.04.2001
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Firewall schützt vor Angriff aus dem Internet

von Ulrich Brunner, Eschborn

Spätestens seit "I love you" sind die Deutschen alarmiert. Das Internet macht die Welt nicht nur zu einem Dorf, sondern birgt auch bislang unbekannte Gefahren. Unbekümmerten Surferspaß und sicheren Schutz vor externen Angriffen auf den eigenen PC verspricht das Ratinger Unternehmen Symantec mit seiner neuen "Personal Firewall 2001".

Schon seit Jahren schützen sich die Betreiber von Servern - das sind die Computer, die direkt in das weltweite eingespannt sind - durch Firewalls vor einem unbefugten Zugriff auf ihr System. Die Firewall überwacht alle ein- und ausgehenden Internetverbindungen und schlägt bei Angriffen von außen Alarm.

Aber auch Internetnutzer, die sich per Modem oder Standleitung ins weltweite Netz einklinken, sind vor Spionen und Hackern aus dem Web nicht geschützt. Daher entwickelte Symantec mit der Norton Personal Firewall eine Software, mit der sich auch Privatanwender vor ungebetenen Gästen schützen können. Wie herkömmliche Firewalls überwacht das Programm alle Datenströme, die aus oder ins Netz laufen und warnt vor unbefugten Zugriffsversuchen. Norton Privacy Control schützt zudem vertrauliche Daten wie Kreditkartennummern oder private Telefonnummern, indem es verhindert, dass auf ungesicherten Websites diese Infos eingegeben werden.

Laut Symantec erkennt die Software alle gängigen Tricks von Hackern wie sogenannte Port-Scans oder Trojanische Pferde. Eine eigene Funktion blockt bei Alarm automatisch den gesamten Datenverkehr. Wenn es der Anwender wünscht, kann die Firewall den Computer im Netz auch komplett verbergen, so dass er überhaupt nicht auf Port-Scans reagiert.

Die Firewall ist kein starres Programm, sondern lässt sich vom Nutzer individuell anpassen. So kann der User wählen, welche Programme auf das Internet zugreifen dürfen oder individuelle Regeln für einzelne Anwendungen wie Browser, Mailprogramme oder FTP-Tools, Anwendungen zum Austausch größerer Datenmengen, festlegen. Zudem schätzt die Firewall das Gefahrenpotenzial einzelner Zugriffe ein und gibt dem Anwender Ratschläge. Der so genannte Alert Tracker informiert sofort auf dem Bildschirm über sicherheitsrelevante Ereignisse.

Die Norton Firewall sorgt beim Surfen durchs Netz für ein beruhigendes Gefühl. Der Nachteil: Die Software stellt an den heimischen PC relativ hohe Anforderungen. So empfiehlt Symantec für seine Windows-Version mindestens einen PC mit 150-MHz-Pentium-Prozessor und 32 MB Arbeitsspeicher. Die Installation läuft relativ reibungslos. Der User wird von einem Assistenten Schritt für Schritt begleitet. Relativ zeitaufwändig ist es jedoch, die einzelnen Komponenten individuell einzustellen und persönliche Regeln zu definieren.

Die Norton Personal Firewall 2001in der Version 3,0 gibt's im Fachhandel für 99 DM. Symantec informiert auf seiner Homepage www.symantec.de detailliert über das Programm.

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