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Studie: Positive Gefühle schützen das Herz

MEDIZIN

 
Studie

Positive Gefühle schützen das Herz


dpa / Glückliche Menschen bekommen seltener Herzkrankheiten. Das haben Forscher in einer Langzeitstudie mit 1739 gesunden Erwachsenen bestätigt. Je positiver die Lebenseinstellung, desto geringer ist das Risiko für einen Infarkt oder eine schlechte Durchblutung der Herzkranzgefäße.

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Schon kleine tägliche Freuden können sich günstig auf die Gesundheit auswirken, wie die Wissenschaftler um Karina Davidson von der Columbia University in New York schreiben. Die Ergebnisse sind heute im »European Heart Journal« veröffentlicht (doi: 10.1093/eurheartj/ehp603).

 

Zu Beginn der zehn Jahre langen Untersuchung wurde das Risiko für eine Herzkrankheit eingeschätzt, genauso wie die Neigung zu Depressionen und Ängsten oder positiven Emotionen wie Freude, Zufriedenheit und Begeisterungsfähigkeit. Diese Gefühle könnten zwar auch vorübergehend sein, seien im Erwachsenenalter aber meist relativ stabile Charaktermerkmale, erläutern die Forscher. Auf einer Fünf-Punkte-Skala der positiven Lebenseinstellung von »nicht vorhanden« bis »extrem vorhanden«, nahm das Herzkrankheits-Risiko bei den Teilnehmern mit jedem Punkt deutlich ab. Selbst kurzzeitige depressive Verstimmungen erhöhten das Risiko von Menschen mit einer grundsätzlich positiven Einstellung nicht.

 

Wie können die positiven Emotionen langfristig vor Herzkrankheiten schützen? Da­rüber können die Wissenschaftler bisher nur spekulieren. »Es gibt mehrere mögliche Erklärungen«, teilte Davidson mit. Es könne auch mit ihrem Einfluss auf die Herzschlagfrequenz oder Schlaf- und Rauchgewohnheiten zusammenhängen. Menschen mit einer positiven Einstellung gönnten sich möglicherweise längere Ruhepausen. Ihr vegetatives Nervensystem sorge eher für Ruhe und Erholung als bei Menschen mit einer wenig positiven Einstellung. So könnten sie sich auch schneller von Stress erholen und verbrächten nicht so viel Zeit damit, negative Erlebnisse immer wieder »durchzukauen«. Es sei relativ einfach, seine Einstellung ein wenig zum Positiven zu verändern, schreiben die Wissenschaftler. Man müsse vergnügliche Betätigungen wie Romane lesen oder Musik hören in seinen Alltag einbauen. /


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Beitrag erschienen in Ausgabe 08/2010

 

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