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Barmer-Impfreport
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Impflücken größer als gedacht

Nach einer Analyse ihrer Versichertendaten kommt die Krankenkasse Barmer zu dem Schluss, dass die Impflücken bei Kindern größer sind, als es die Zahlen des Robert-Koch-Instituts vermuten lassen.
AutorKontaktdpa
Datum 08.08.2019  09:54 Uhr

3 Prozent sind gar nicht geimpft

Die Barmer hat bei ihren Versicherten auch geprüft, wie viele Kinder in den ersten beiden Lebensjahren überhaupt keine der 13 empfohlenen Impfungen erhalten hatten: Das waren 1855 Kinder, die 2015 zur Welt kamen: rund 3 Prozent. Die Barmer-Statistik zeigt aber auch einen erfreulichen Trend: Bei Masern wuchsen die Impfquoten an: von 73,8 beim Jahrgang 2010 auf 78,9 Prozent beim Jahrgang 2015.

Einen Zuwachs beobachtete auch die Impfsurveillance der Kassenärztlichen Vereinigung. Die jüngsten Daten für 2014 ermitteln bundesweit eine Quote von 73,9 Prozent, rund drei Prozentpunkte mehr als 2010.

Das Bundeskabinett hat Mitte Juli ein Gesetz für eine Masern-Impfpflicht auf den Weg gebracht. Ab März 2020 müssen Eltern vor der Aufnahme ihrer Kinder in eine Kita oder Schule nachweisen, dass diese geimpft sind. Der Bundestag muss noch zustimmen.

 

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