Zum Teil kam es bei den berichteten Fällen zu mehrtägigen Therapieverzögerungen. Wie der Hersteller der AMK mitteilte, sei bei einer verzögerten Anwendung des Medikaments von wenigen Tagen aufgrund seiner prophylaktischen Indikationen kein relevanter Einfluss auf die Wirksamkeit zu erwarten. In einer Meldung berichtet einen Patientin jedoch von einer psychischen Belastung und in zwei Fällen kam es zu Migräneanfällen am geplanten Tag der Injektion.
Die AMK bittet daher die Apothekenteams, mögliche gesundheitliche Schäden für Patienten im zeitlichen Zusammenhang eines reklamierten Qualitätsdefekts konkret zu erfragen und diese im Rahmen der Meldung zu dokumentieren. Nur so könne bestmöglich abgeschätzt werden, wie kritisch ein berichtetes Risiko ist. Alle potenziellen Arzneimittelrisiken in Zusammenhang mit der Anwendung von Aimovig sollen online unter www.arzneimittelkommission.de gemeldet werden.