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Daten aus Dänemark
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HPV-Impfung sehr effektiv gegen krebserregende Varianten

Bestimmte Varianten der Humanen Papillomaviren (HPV) können Gebärmutterhalskrebs verursachen. Nachdem in Dänemark die HPV-Impfung bei Teenager-Mädchen eingeführt wurde, sind zwei Virustypen fast ausgerottet.
AutorKontaktdpa
Datum 11.07.2025  14:30 Uhr

Impfquote in Deutschland viel zu niedrig

Im vergangenen Jahr veröffentlichte die Barmer Krankenkasse Zahlen, wonach 2022 nur 60 Prozent der Mädchen im Alter von 14 Jahren vollständig gegen HPV geimpft waren. Bei Jungen lag die Impfquote mit einem Anteil von 25 Prozent bei 13-Jährigen noch wesentlich niedriger.

Humane Papillomaviren gehören weltweit zu den häufigsten sexuell übertragenen Infektionen. Fast jeder sexuell aktive Mensch infiziert sich nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) mindestens einmal im Leben damit. Je nach Virustyp kann eine Infektion ohne Folgen bleiben. Meistens merken Menschen dann nicht, dass sie infiziert sind, und die Infektion verschwindet wieder. Sie kann jedoch auch für Warzen im Genitalbereich sorgen.

In seltenen Fällen kann sie Krebs auslösen. Dazu gehören vor allem Gebärmutterhalskrebs, aber auch Peniskrebs, Analkrebs und Krebs im Mund-Rachen-Bereich. Laut RKI wird weltweit etwa die Hälfte aller infektionsbedingten Krebserkrankungen durch HPV verursacht.

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