| Annette Rößler |
| 10.07.2025 12:30 Uhr |
Innerhalb einer Nachbeobachtungszeit von median 4,1 Jahren starben in der Gruppe mit ausschließlich konservativer Therapie 14,2 Prozent der Teilnehmenden an einer kardiovaskulären Ursache und in der Gruppe mit zusätzlicher invasiver Therapie 15,8 Prozent. Ein nicht tödlicher (erneuter) Herzinfarkt ereignete sich in der erstgenannten Gruppe bei 15,0 Prozent der Teilnehmenden und in der zweitgenannten Gruppe bei 11,7 Prozent. Zu Komplikationen im Zusammenhang mit der Intervention kam es bei weniger als 1 Prozent der Patienten.
»Wir konnten zeigen, dass eine konservative Therapie bei älteren Menschen mit NSTEMI ähnlich sicher ist wie eine invasive Behandlung – mit vergleichbaren Langzeitergebnissen, aber weniger Risiken und Belastungen«, fasst Kunadian die Ergebnisse in einer Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) zusammen. Gerade im höheren Lebensalter müssten Therapieentscheidungen unter Berücksichtigung von Gebrechlichkeit, Multimorbidität und Lebensqualität sorgfältig abgewogen werden, heißt es weiter. »Es ist höchste Zeit, dass wir in der Kardiologie nicht länger automatisch davon ausgehen, dass invasiv gleich besser bedeutet, vor allem bei unseren älteren Patientinnen und Patienten«, betont Kunadian.