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Herzwochen 2024
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Herzinsuffizienz aktiv entgegenwirken

Rund vier Millionen Menschen in Deutschland leben mit Herzschwäche. Was Betroffene für ihre Herzgesundheit tun können und welche geschlechtsspezifischen Unterschiede die Erkrankung mit sich bringt, erklärt die Deutsche Herzstiftung (DHS) anlässlich der bundesweiten Herzwochen.
AutorKontaktPZ
AutorKontaktdpa
Datum 01.11.2024  07:00 Uhr

Frauenherzen schlagen anders

Im Zusammenhang mit den Herzwochen weist die DHS darauf hin, dass sich Herzerkrankungen bei Frauen anders äußern können als bei Männern. Häufig werden sie bei ihnen deshalb erst später erkannt. 

Frauen haben ein kleineres und weniger dehnbares Herz im Vergleich zu Männern. Die größten Risikofaktoren sind bei ihnen Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes. Besonders nach der Menopause steigt das Risiko für Herzschwäche, da der sinkende Estrogenspiegel den Blutdruck erhöhen und zur vermehrten Bildung von Bindegewebe im Herzen führen kann, was die Elastizität beeinträchtigt. Nach massiven Stressereignissen kann bei postmenopausalen Frauen zudem das »Broken-Heart-Syndrom« auftreten, das zu lebensbedrohlicher akuter Herzschwäche führen kann.

Regelmäßige Vorsorge-Check-ups ab 40

Die DHS empfiehlt Frauen und Männern ab 40 Jahren regelmäßige Check-ups – bei familiärer Vorbelastung auch früher. Diese Vorsorgeuntersuchungen unterstützen das frühzeitige Erkennen und Behandeln von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, erhöhten Blutzucker- und Cholesterinwerten.

Zusätzlich können Ultraschalluntersuchungen der Gefäße Verkalkungen sichtbar machen, die häufig symptomlos verlaufen. Im Blut kann kann ein Anstieg der natriuretischen Peptide ANP und BNP auf eine Herzschwäche hinweisen.

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