Den Vorsitz des Apothekerverbands Schleswig-Holstein übernehmen für die kommenden vier Jahre Hans-Günter Lund (rechts) als Vorsitzender sowie Michaela-Alexandra Banzhaf als erste stellvertretende Vorsitzende und Hannes Max Schaefer als zweiter stellvertretender Vorsitzender. / © Apothekerverband Schleswig-Holstein
Am 21. März fand die konstituierende Sitzung und Delegiertenversammlung des Apothekerverbands Schleswig-Holstein in Kiel statt. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Hans-Günter Lund wurde im Amt bestätigt, ebenso die erste stellvertretende Vorsitzende Michaela-Alexandra Banzhaf. Christian Stolzenburg hatte nicht mehr als zweiter stellvertretender Vorsitzender kandidiert. Seinen Posten übernimmt Hannes Max Schaefer. Stolzenburg bleibt jedoch Mitglied des siebenköpfigen Vorstands. Dem gehören weiterhin Sven Oliver Conrad und Dr. Burkhard Eisend an. Da die langjährige Vorständin Antje Haase ihre Gorch-Fock-Apotheke in Kiel zum 1. Januar dieses Jahres an eine Nachfolgerin übergeben konnte und nun im Ruhestand ist, rückte Constantin Böhland nach.
Lund dankte für das erneut ausgesprochene Vertrauen und die bisherige Zusammenarbeit. Bei der Versammlung am Samstag stand der Tag des Protests gegen das bisherige Ausbleiben der zwar immer wieder versprochenen, aber immer noch nicht umgesetzten Honorarerhöhung im Vordergrund. Lund rief noch einmal eindringlich zur Teilnahme an den Protestmaßnahmen auf.
Laut Verband haben sich am Montag zwei volle Busse aus Schleswig-Holstein zum Apothekenprotest nach Hannover aufgemacht. In Flensburg und Umland gibt es eine eigene Kundgebung. Dort haben die Apotheken nach Angaben des Verbands bis auf den Notdienst alle samt geschlossen, ebenso im Kreis Nordfriesland. »Aber auch viele Apotheken, die nicht schließen, nehmen auf die eine oder andere Weise am Protest teil, etwa indem sie verdunkeln, durch die Notdienstklappe beraten«, teilte der Verband der PZ auf Nachfrage mit. Man gehe von einer Beteiligung in Schleswig-Holstein und Hamburg von 75 bis 80 Prozent aus.